Judo, Wandern und Snowboarden und KIA ORA, VIVI!

Kia Ora, ihr Lieben!

Die letzten Wochenenden waren bei mir vollgepackt mit Sport, yeah! 😎

Vor fast einem Monat (oh man, die Zeit!) habe ich zusammen mit Laura, Monja und einer weiteren Freundin von Monja die kleine Insel Tiri Tiri Matangi erkundet. Mit der Fähre fuhren wir von meinem kleinen Hafen in Gulf Harbour rüber und genossen einen halben Tag in der wunderschönen Natur. Die Insel ist nicht sehr groß, daher konnten wir innerhalb von fünf bis sechs Stunden alles komplett erlaufen. Es war wirklich super schön!
Die Wege waren hauptsächlich grasbewachsen, alles war ganz wild und unbebaut und die Vögelvielfalt auf der Insel war einzigartig. Aber dafür ist die Insel ja sowieso bekannt. Schade, dass wir uns in diesem Moment nicht so sehr mit Vögeln auskannten… 😁
Kaum zu glauben, dass auf dieser winzigen Insel sogar immer eine Familie lebt, die den Leuchtturm bewohnt. Verrückt! Nah an dem riesen Festland, aber doch ganz einsam …

Das Wochenende vom 3. bis zum 4. September habe ich wieder in Wellington verbracht, meiner Lieblingsstadt. Es ging zusammen mit dem Judoverein zu einem weiteren Wettkampf, den North Island Championships. Am Samstagmorgen flogen wir ein, das hieß also wieder früh raus aus dem Bett, urgh. 😐
Der Tag war sehr, sehr erfolgreich! Ich durfte in vier Altersklassen starten und konnte nach acht oder neun Kämpfen in allen vieren die Goldmedaille abräumen, samt einem riesigen Pokal, in dem mein Name eingraviert wird. Super cool! 😆👍🏼
IMG_2587.jpgGemeinsam mit den anderen kämpfen sind wir am Abend noch zusammen lecker in der Stadt etwas essen gegangen – Parmesan Chicken, meine Güte war das lecker – und dann musste ich mich schon wieder auf den Heimweg machen. Mein kleinstes Gastkind hatte an dem Samstag seinen zweiten Geburtstag, daher wollte ich versuchen, dass ich wenigstens am Sonntag wieder Zuhause bin. Die Flüge waren leider viel zu teuer, daher habe ich mir eine Nachtbusfahrt von 11 Stunden nach Auckland gebucht. Das konnte ja mal was werden! Ich konnte es mir im zwar Bus super gemütlich machen, aber 11 Stunden in einer Sitzposition zu „schlafen“, ja das war nicht so optimal… 😳 Als ich am Sonntagmorgen aus dem Bus gestiegen bin konnte ich meinen Kopf erstmal gar nicht bewegen, aber die heiße Dusche am Abend hat geholfen. 😅
Nichtsdestotrotz war ich schließlich am Vormittag zuhause und konnte noch etwas vom Geburtstagsflair mitbekommen, auch wenn die Party leider am Samstag war… 😦

Das darauffolgenden Wochenende beschlossen Laura und ich den neuseeländischen Winter doch noch mit Schnee auszuklingen: Auf ins Snowplanet!
Bei mir um die Ecke steht Snowplanet, eine mittelgroße Anlage mit Kunstschnee, in der man Ski oder Snowboard fahren kann. Mit zwei Babyaufzügen fährt man den süßen Berg hoch und innerhalb von einer halben Minute ist man ihn auch schon wieder runtergebrettert. Besser als nichts, vor allem wenn man in Auckland wohnt und Schnee so gut wie ein Fremdwort ist! 😅
Gut, also ich bin jetzt auch nicht innerhalb von dreißig Sekunden wieder unten gewesen. Denn statt auf meinen gewohnten Skiern zu stehen habe ich mich diesmal an das Snowboard heran getraut. Wurde endlich mal Zeit! Warum Snowboard nicht hier in dieser kleinen Halle lernen?

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Zwar hatten wir beide unsere Regenjacken an, auf die Schneehose und Handschuhe mussten wir aber getrost verzichtet. Ging aber ohne auch sehr gut! Mir sind leider die Hände und der Po trotzdem halb abgefroren. Mich hat es alle paar Minuten komplett volle Kanne hingehauen, haha! 😜
Gott sei Dank hatte ich aber Laura mit mir, sie ist ein Profi auf dem Board. Zusammen mit ihr konnte ich innerhalb von zwei Stunden schließlich relativ sicher auf dem Board stehen und fats den ganzen Berg wackelig herunter fahren. Schon komisch, wenn beide beine so festgenagelt auf dem Snowboard stehen und man seinen kompletten Körper ganz anders ausrichten muss, als auf den Skiern.
Es war eine tolle Erfahrung und es hat echt großen Spaß gemacht! Ich werde es garantiert nochmal ausprobieren, hehe. Aber nut mit Laura!

Doch nun endlich zu der wichtigsten Nachricht des Tages!

VIVI IST ENDLICH IN NEUSEELAND! 

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Letztes Wochenende (17./18.9.) kam meine Schwester langersehnt am Flughafen in Auckland an. Joanne hatte angeboten sie zusammen mit ihr abzuholen, ich bin so dankbar! Wir gönnten uns einen Kaffee und einen Donut und warteten ganz aufgeregt auf meine Schwester im Wartebereich. Der Kaffee war so im Nachhinein keine allzu gute Idee, wir waren super aufgedreht und ich zitterte vor Aufregung vor mich hin! 😳
Und dann kam sie raus! Ich bin aufgesprungen und wollte sie sofort in die Arme schließen, aber Vivi stand nur etwas verwirrt im Ausgangsbereich. „Vivi, komm her! Was ist los??????“. Ganz ungeduldig und etwa verwirrt stand ich im Ankunftsbereich und wartete darauf, dass sie endlich die Sperrzone verlässt. Was war denn ihr Problem? 😱 „Aber mein Zelt! Mein Zelt!“. Ah ok. 😂 Nachdem dann endlich ihr Zelt kam war auch ihre große Sorge (Zelte nach Neuseeland einzuführen ist nicht so leicht…) weg und wir fielen uns in die Arme! Ach, wie schön es ist, sie endlich wieder zu haben! Schade, dass mein Bruder nicht kommen konnte, das wäre bombastisch gewesen!!! ❤️

Wir fuhren heim – gut versorgt mit Timtams – und Vivi lernte meine Familie kennen. Wir quatschten etwas, die Kinder waren total aufgeregt, so süß! Wir ruhten uns noch etwas aus und machten uns am Abend nochmal auf, um ein paar meiner Freunde zum Bowling zu treffen. Um zehn Uhr Abends entschlossen wir uns aber dann doch mal ins Bett zu hüpfen. Wirklich krass, wie meine Schwester noch so lange so fit sein konnte. 👍🏼
Am nächsten Morgen wachten wir um neun Uhr auf – Goodbye Jetlag, hehe! Willkommen im neuseeländischen Lebensrhythmus. Vivi hat das Jetlag genauso gut weggesteckt, wie ich es damals geschafft habe, super cool!

Am Sonntag fuhren wir in die Stadt, um ein wenig die großen Attractions von Auckland City zu besichtigen. Wir haben uns aber dann doch gegen einen Skytowervisit entschieden, da das Wetter einfach zu schlecht war. Man, da wollte ich meiner Schwester ganz stolz zeigen, wie wunderschön Neuseeland ist und vor allem meine Gegend und mein Lieblingsstrand, und dann ist das Wetter so schlecht! Four seasons in one day, sag ich nur…
Wir gönnten uns stattdessen einen berühmten „Freakshake“ und holten schließlich unser Mietauto für ihren und dann unseren gemeinsamen Roadtrip ab.
Denn während ich meine letzte Woche Arbeit absolvierte und bevor wir unser Abenteuer starten, fuhr sie zusammen mit Judo-Laura, die sie auch sehr gut kennt, hoch in den Norden. Paihia und Cape Reinga war ihr Ziel. Ihre vier Wochen hier in Neuseeland soll sie schließlich nutzen, auch wenn ich sie super gerne bei mir gehabt hätte, hehe. 😊

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Meine letzte Woche steht nun aber auch schon dem Ende entgegen. Heute ist mein letzter Arbeitstag. Verrückt! Neun Monate in meiner Gastfamilie, in Neuseeland sind rum! 😳
Leider schließen wir die letzte Woche und so auch meine Au Pair Zeit mit einem „tummy bug“ ab, alle Kinder übergeben sich regelmäßig und mir geht es auch nicht gerade besser. Ich habe an meinem letzten Tag frei bekommen, Ironie, oder? Aber hier und da versuche ich auszuhelfen, damit der Papa mit den Kindern nicht ganz alleine ist. So habe ich mir nicht vorgestellt die Woche abzuschließen. Ich wollte mich noch von vielen Freunden verabschieden, zusammen mit Noah und den Kindern. 😢
Hoffentlich geht es uns am Wochenende wieder besser. Ich möchte die letzten Tage mit der Familie und vor allem mit den Kindern gesund und munter verbringen! Sonntag ist dann auch mein Geburtstag und ich habe mir Nachos zum Dinner gewünscht. Die möchte ich gerne essen! 😎 Am Montag wollen Vivi und ich auch unsere Reise starten. Drückt die Daumen, dass wir alle gesund werden bzw. bleiben! Nicht das meine Schwester auch noch anfängt… 👿

Zwei Tage habe ich zusammen mit der Familie noch, komische Vorstellung…

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Viola