On top of the world / Wanaka and Roys Peak – South Island road trip Pt. 2 🗻💪🏼

Kia Ora, ihr Lieben!

Noch am selben Tag, Sonntag, machten wir uns auf den Weg zu unserem nächsten Stopp: Wanaka. Wir kamen am Abend im Hostel an, kochten uns leckeres Essen und wollten eigentlich alle wieder, nach dem langen Tag und einer Runde Stadt Land Fluss, früh ins Bett gehen.
Doch dann kam wieder der Einfall: Lasst lieber noch den berühmten Lonely Tree bei dem klaren Sternenhimmel auch bei Nacht betrachten! Wir bzw. ein Teil unserer Gruppe packen uns wieder dick ein und fuhren fix zum Lonely Tree. Es war wieder echt kalt, aber der Ausblick auf den See mit dem Lonely Tree mittendrin war wunderschön.
Dann hüpften wir aber auch schnell ins Bett, denn am nächsten Tag war eine große Wanderung vorgesehen. 😳

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Lonely Tree bei Tag

Montagmorgen ging es nämlich wieder früh aus den Betten. Wir wappneten uns für den Tag mit einem großen Frühstück, einem dicken Lunchpaket, ordentlich viel Wasser und Tausends Schichten an Kleidung. Wir wollten zum berühmten Roys Peak hoch wandern und uns Wanaka von oben anschauen.
Bei Dunkelheit mit Taschenlampe starteten wir unseren Weg hinauf. Steffen hing uns Mädels schon nach 2 Minuten ab, haha. 😂 Wir hatten schon nach weiteren zehn Minuten wirklich zu kämpfen! Es war einfach so steil und es hörte nicht auf! Und das große Frühstück lag auch ganz schön im Magen… Nichtsdestotrotz liefen wir fleißig weiter mit ein paar kleineren Pausen dazwischen.
Nach ca. einer Stunde fing auch die Sonne an, sich langsam hinter den Bergen und den Wolken hervorzukämpfen. Zu Beginn hatten wir geplant bei Sonnenaufgang schon oben zu sein, aber hatten die Idee aufgrund der Kälte und dem frühen Aufstehen schnell wieder verworfen. Es war aber auch unheimlich schön den Sonnenaufgang mit der Wolkendecke auf dem Weg nach oben betrachten zu können! Er hat uns den Lauf nach oben auch ganz schön versüßt  und uns Entschuldigungen für „Fotopausen“ gegeben, hihi. 😄

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Sunrise

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Wir liefen eine weiteren Stunde und trafen auf die ersten, die schon wieder auf den Weg nach unten waren. Ganz neugierig und ganz guter Dinge fragen wir nach, wie lange es denn noch nach oben ist, soweit sah es gar nicht mehr aus und schließlich sind wir schon zwei Stunden gelaufen. Und ist der Walk zum Roys Peak nicht auch ungefähr zwei bis zweieinhalb Stunden lang, oder? … Pustekuchen! „Hmm, ihr habt jetzt vielleicht ungefähr die Hälfte geschafft, denke ich…“, meinte die freundliche Frau. „WAAAAAAAS?“. Das nahm uns eigentlich ganz schön die weitere Lust, aber umdrehen kam gar nicht in Frage und das Bild von der Aussicht dort oben hing uns immer noch im Kopf. Also, weiter ging’s! 💪🏼
Uns kamen viele weitere entgegen, die wieder auf dem Weg nach unten waren, und wir wurden auch schon von mehreren überholt, die aber auch wirklich mit einem ganz schönen Tempo hochgerannt sind, uiuiui. Zwei sind sogar hochgejoggt! (Einer von denen war sogar 14 Jahre alt, wie sich später herausstellte – verrückt!).

Und schließlich, nach dreieinhalb Stunden stupidem vor sich hin Laufen (in guter Gesellschaft sei wohl gesagt 😌) kamen wir oben an und wurden von der unglaublichen Aussicht (und Steffens ersten Kommentar: „Ich warte seit einer Stunde und 15 Minuten hier oben auf euch!“ 😄😄😄) erschlagen!
Wow, so hart der Weg hier hoch auch war, das war es umso mehr wert! Das Wetter hatte uns wirklich gute Dienste geleistet: Die Wolkendecke hatte sich aufgeklart und wir blickten auf den riesigen Lake Wanaka. Erst von hier oben konnte man das Ausmaß der Gebirgsketten sehen und die Größe vom See erfassen. Am liebsten wäre ich sofort zum Aussichtspunkt gerannt und hätte in das wunderschöne Panorama meine Freudensschreie losgelassen, aber wir mussten uns erstmal hinsetzen. Danach ging die Fotosession los:

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Roys Peak

Im Anschluss beschlossen Sarah, Steffen und ich eine weitere halbe Stunde den Berg etwas weiter hoch zu laufen und Mount Roy vollständig zu erklimmen. Diese Aussicht hat uns den Rest gegeben. WAHNSINN!

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Der Abstieg war um einiges härter als der Aufstieg, unsere Knie waren weich wie Pudding und schmerzten höllisch. Dafür konnte wir uns nach „nur“ zwei Stunden unten erleichtert und überglücklich ins Auto setzen. 😀
Wir fuhren nochmal ganz fix für den Rest der Gruppe zum Lonely Tree, gingen für das Abendessen einkaufen und entspannten uns nach einer heißen Dusche mit einem Film in den Fernsehraum vom Hostel. Aaaah, tat das gut! Steffen ging lieber noch eine Runde joggen, was uns mit offenen Mündern und langen Gesichtern dastehen ließ, oh man! Nach einer leckeren und wohlverdienten Pizza ging es, wie immer, früh ins Bett.

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Zu viel Nebel!

Den Dienstag wollten wir, trotz dem gemeinen Muskelkater in den Beinen, wieder fleißig nutzen. Zusammen mit zwei weiteren Deutschen, die wir am vorherigen Tag auf Roys Peak kennengelernt haben, zum Rob Roy Gletscher gewandert. Zumindest hatten wir das vor… Schon auf dem Weg mit dem Auto zum Walk war es erstmal ganz schön nass. Wir mussten mit dem Auto neun kleinere Bäche überqueren, die laut Informationscenter nur klein und unbedenklich sind. Doch die Nacht davor hat es ganz schön geschüttet. Aber kein Problem, alles machbar und auch ganz schön aufregend durch die Flüsse zu fahren (besonders da ich sogar am Steuer saß 😎)! Nur die Jungs waren etwas zögerlich, hihi (nicht da gute Auto!).
Doch als wir dort ankamen und eine halbe Stunde gelaufen sind, mussten wir auch schon wieder umdrehen. Der Regen wurde stärker und die Bedenken, dass die kleinen Bäche viel, viel größer werden auch. Außerdem war es sehr neblig, den Gletscher hätten wir wohl eh nicht gesehen… Deswegen ging es leider wieder zurück.
In Wanaka beschlossen wir zusammen eine leckere heiße Schokolade zu trinken, bevor wir den Tag ganz ungenutzt lassen und wir uns im Hostel wieder vor den Fernseher mit einem Film schmeißen. 😄

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Yum!

Den nächsten Tag, Mittwoch, konnten wir leider gar nicht für Outdoor-Aktivitäten nutzen. Das Wetter hat uns im Stich gelassen! Steffen und ich wollten eigentlich Skifahren gehen. Endlich wieder auf Skiern stehen, das wäre so toll gewesen, aber der große Schnee blieb bisher leider aus. Es hat den ganzen Tag auch nur geregnet und es war sehr stürmisch. Ein großes Sturmtief in der Größe von Australien schwebte über Neuseeland, da dachten wir uns lieber, das wir im Hostel bleiben und mal wieder ein paar Filme gucken (wir hatten ganz schön Glück – sonst keiner chillte mal den ganzen Tag im Hostel und wollte einen Film schauen, wir hatten den Raum für uns!). Lediglich für ein superleckeres Eis um die Ecke trauten wir uns mal raus. 😆

Leider mussten wir Wanaka dann am Donnerstag auch schon wieder verlassen. Wir gönnten uns eine lecker heiße Schokolade (fast die beste, die ich bisher hatte) aus dem Eisladen und machten uns auf die Socken nach Queenstown! ❤️

🚙🚙🚙