On our way back home… 💧🌿🚙 – Taupo und Tauranga: East Cape Roadtrip Part IV

Kia Ora, ihr Lieben!

Die Tour geht weiter! 🚙🚙🚙

Am Sonntagmorgen war eigentlich nochmal entspannte ausschlafen geplant, doch Mareike und ich zeigten Solidarität und standen für Annika um ca. 5 oder 6 Uhr (ich kann mich nicht mal mehr erinnern!) auf. Bei ihr Zuhause fand ein Familientreffen statt und dem wollte sie gerne zumindest per Skype beiwohnen. „NA ABER KLARO!“ stand für uns fest!
Also auf ging’s in – ratet mal – McDonald’s! The place to be for sweet and easy WIFI! 🙂
Halb verschlafen mit einem Kaffee in der Hand verabschiedeten wir uns also von Taupo mit einem letzten Besuch in unserem Stammlokal. 😆

Bevor wir jedoch nach Tauranga, zu Mareikes Gastfamilie, düsten gab es für uns noch einen Punkt auf unserer Bucketlist, der abgehakt werden sollte: die Blue Springs.
Die Blue Springs ist eine natürliche Quelle, welche so pur, rein und sauber ist, dass sie ca. 70 % des gesamten neuseeländischen abgefüllten Wasserbedarfs deckt! Unvorstellbar! Das mussten wir uns unbedingt anschauen. Die Bilder aus dem Internet zeigten schließlich wirklich klares, teilweise blaues Wasser, da musste doch ein Photoshop-Künstler am Werk gewesen sein. 😳
Trotz des ekligen Wetters – Nieselregen und Schlammlöcher – begaben wir uns mal wieder auf eine buckelige Straße, um den hidden Spot der Nordinsel zu entdecken. Wir machten uns zu Fuß auf den Te Waihou Walkway (ca.4,7 km).
Schon nach einigen Minuten liefen wir direkt an den Blue Springs entlang und tatsächlich: es ist unglaublich klar und pur!!! Man braucht kein Photoshop, das würde es ja fast ruinieren! 😍😍😍 Man konnte diese natürliche Reinheit dem Wasser wirklich ansehen, sowas habe ich noch nie gesehen. Überall im Wasser sieht man Wasserpflanzen und Steine, die das Wasser filtern und reinigen und das schon seit 100 Jahren. Es verführt einen schon fast dazu, ins Wasser zu springen… Man darf das sogar, aber nur an einer bestimmten Stelle und es ist auch ganz schön kalt! Egal ob Sommer oder Winter, die Blue Springs sind immer ca. 11°C. Hmm, nein danke! 😀 Einmal die Hand reinhalten hat uns auch gereicht. 😅
Wir liefen noch eine Weile an der Quelle entlang, genossen die wunderschöne Natur und hörten den Vögeln beim zwitschern zu (wie in einem Disneymärchen, haha! .. Naja fast, es hat ja geregnet :D) bis wir beschlossen in der Mitte kehrt zu machen, da das Wetter wirklich nervig war. Im Nachhinein haben wir uns dann aber auch sehr geärgert, denn es soll immer und immer schöner auf diesem Walkway werden… Ein Grund, diesen Part nochmal zu erkunden, vielleicht sogar mal bei gutem Wetter, hehe. 😌

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Mit gute Countrymusic fuhren wir nach Tauranga weiter. Nachdem wir angekommen sind gönnten wir uns erstmal in Mareike mega fetten Haus oder eher Villa eine gute Dusche und relaxten auf dem Bett. Aaaah, nach so einer Woche im Auto schlafen war das mal wieder ein gutes Gefühl schon auf einem Bett zu sitzen! 💩

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Und endlich haben wir es in der Woche dann doch mal geschafft: Wir sind am Abend feiern gegangen!  Okay, zugegeben war auch ein Ansporn da, denn Mareike hatte am nächsten Tag Geburtstag und Geburtstage feiert man ja bekanntlich!
Wir haben uns mit Charlie und ihrer Reisetruppe getroffen, da sie alle auch gerade in Tauranga waren und dann ging es auch schon ins Abendleben: lecker Pizza von der Pizza Library (Der Hobbit war sehr lecker) und dann ab in die Bahama Hutt!
Wirklich was los war leider nichts, weswegen wir uns nochmal auf die Suche machten. Letztendlich landeten wir in einer Karaokebar, in der wir die Zeit bis Mitternacht totschlagen wollten. Annika und ich wurden von den anderen genötigt etwas vorzusingen, weswegen wir uns ganz aufgeregt und leicht angetrunken (ich gebe es zu) das bekannte Lied „Umbrella“ von Rihanna aussuchten. Oh man, war ich ein Nervenwrack! Vor so vielen Leuten singen? Ich wusste echt nicht ob ich das kann. 😳 Leider war der Andrang aber dann auch schon so groß, dass wir vor um 12 Uhr wahrscheinlich nicht mehr drangekommen wären und zu dieser Zeit wollten wir eigentlich schon wieder zurück im Club sein. Ach schade! 😀

Wir tanzten in Mareikes Geburtstag rein, auch wenn der Club um Punkt 24 Uhr die Türen schließen wollte und deswegen nichtmal für eine Minute ein Geburtstagslied anstimmen konnte. Neuseeländer, pffff. 😓
Montagmorgen hieß endlich wieder ausschlafen, auch wenn die Nacht nicht unbedingt lange ging. Annika, Mareike, Charlie und ich gönnten uns nochmal ein leckeres Frühstück in einem Café bevor wir unsere Sachen endgültig zusammenpackten und uns auf nach Hause machten. Denn Dienstag ging die Arbeitsroutine wieder los… 😨

Diese Woche war unglaublich toll! Annika und ich haben so viel erlebt, gemacht und gesehen, bis jetzt kann ich das alles noch nicht verarbeiten! Anfangs waren wir noch so unsicher mit der Reiseroute, da nichts wirklich geplant war und das East Cape auch nicht so als Reiseziel angepriesen wird, wie andere Teile Neuseelands. Aber es war die beste Entscheidung, die wir machen konnten und wir sind unheimlich glücklich darüber
Locker mit dem Auto, egal welcher Größe (alles ist möglich! :D), einfach losstarten und sehen was auf einen zukommt. Und das East Cape ist wahrlich ein kleiner Geheimtipp. Die wilde und unberührte Natur ist einfach wunderschön. Ich hoffe das bleibt alles so! 😎

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Viola

 

„Are you sure that you are old enough to drink this beer?“ – Napier und Taupo: East Cape Roadtrip Part III

Kia Ora, ihr Lieben!

Die Tour geht weiter! 🚙🚙🚙

Nach einer langen Fahrt raus aus dem Nationalpark von Te Urewera, kamen wir schließlich in Napier an. Wir parkten unser Auto und begaben uns erstmal in die I-Site, dem Informationscenter von Napier. Wir sackten ein paar Flyer und Informationszettel ein und sind einkaufen gegangen. Zu Fuß! Ja, wir haben beschlossen, diesmal nicht ALLES mit dem Auto zu bezwingen und wir wollten außerdem mal Napier erkunden. In Neuseeland ist so gut wie alles nur mit Auto erreichbar, da alles einfach weit auseinander liegt. Aber hier konnten wir es doch mal getrost stehen lassen. 😎

Eine wunderschöne Stadt, Napier! 1931 wurde die Stadt komplett durch ein Erdbeben und einen anschließenden Großbrand zerstört, total tragisch. Aber die Küstenstadt wurde wieder aufgebaut mit deutlich starkem Einfluss vom Art déco Stil. Die erste Stadt in Neuseeland, die mal irgendwie historisch geprägt aussieht! Es hatte alles ein bisschen was von unserem europäischen Baustil und nicht nur diese einfachen, simplen einstöckigen Häuser und normalen, geraden Teerstraßen. Es war tatsächlich vieles elegant gepflastert, dekoriert und künstlerisch angehaucht. Genau so, wie ich es so gerne mag und wie ich es in Neuseeland manchmal etwas vermisse. 🙂 Und dann dazu noch das weite, endlose Meer nebenan! WOW! 😍

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Nach dem Einkauf – das geliebte Warhouse hat uns mal wieder eine Freude gemacht: die High-School Musical 2 CD für nur 3 Dollar, sowie eine Disney- und Countrymusic-CD! Da mussten wir zuschlagen und etwas Musikabwechslung und Nostalgie kann ja auf unserer Autotour nicht schaden! 😀 – wanderten wir ein wenig planlos durch die Straßen von Napier. Wir wussten nicht genau was wir machen sollten oder genauer gesagt, wann wir was machen sollten. Das Wetter war total schön, aber die Sonne stand schon sehr tief und für eine Fahrradtour war es daher zu knapp mit der Zeit. Aber ins Nationalaquarium zu gehen schien uns verschwendetes schönes Wetter zu sein. 😟
Nach einem Gehirnbooster (einen Milkshake und ein Eis, hihi) beschlossen wir dann doch das Nationalaquarium zu besichtigen! „Das ist doch ein Muss, wenn man hier ist, oder nicht?“ Naja, nicht so ganz. Wir wurden ganz schön enttäuscht. Für zwanzig Dollar durften wir zwar verschiedene, coole Fische und andere Meerestiere betrachten, aber die Aquarien waren total klein! Einfach nur schockierend! Schildkröten in total kleinen Lebensräumen, tausend Fische in einem Becken und so weiter… Und allzu viele Dinge zu besichtigen gab es nicht wirklich… Also wirklich ein totaler Reinfall! 😦
Die einzigen Highlights waren im Grunde nur, dass man mit Haien schwimmen konnte (leider für 80 Dollar plus, das war es uns dann auch nicht wert) und dass man Kiwis sehen konnte. Aber das war wirklich mein Highlight des Tages! Ich habe zum ersten Mal real life Kiwis gesehen!!! 😳 Ich habe sie mir viel kleiner und irgendwie hilfloser vorgestellt, aber die sind ganz schön flink und dickköpfig, soweit ich es während meiner dreißigminütigen „Faszinationsstarre“ beobachten konnte. 😄😅 Von daher hatte sich der Besuch im Endeffekt doch gelohnt, auch wenn es ein ganz schöner Rip-off war…

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Wir genossen noch einen kleinen Spaziergang an der Marine Promenade und ein kleines Slackline Battle von mehreren Studenten im Park (ich bin schon nach drei Sekunden runtergefallen…😣) bevor wir uns auf zum Auto machten und unsere Bleibe für die Nacht suchten.
Schon nach kurzer Zeit fanden wir direkt in Napier einen tollen, kostenlosen Campingplatz direkt am Strand! Wir konnten unser Auto einfach abstellen und die Nacht dort verbringen, wirklich cool! Wir packten alles um, kochten unser Essen und genossen den Sonnenuntergang mit Reis und Bier am Strand. Dieser Trip wurde immer besser rund besser! Es war einfach schön! 🙂

Am nächsten Morgen (Freitag – schon???)  öffneten wir verschlafen den Kofferraum des Autos und lagen noch eine Weile in unserem kuscheligen Bett mit Blick aufs Meer. Ich sag euch, das war besser als jedes Luxushotel! Also nicht, dass ich so die Erfahrung mit Luxushotels habe, aber das war für mich einfach bombastisch! 😀
Aber schon bald machten wir uns wieder auf die Socken, denn diesmal wollten wir eine Fahrradtour in Napier unternehmen, bevor es dann erneut weiter in die nächste Stadt geht. 😏

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Wir gingen zum nächsten Fahrradverleih, packten unsere Räder und suchten uns eine kleine entspannte, zweistündige Route raus. Wir schwangen uns aufs Fahrrad und vielen auch schon direkt wieder aus den Satteln als wir beiden bemerkten: Sogar die Fahrräder funktionieren hier alle verkehrt herum! Nicht nur die Autos fahren auf der linken statt auf der rechten Straßenseite, nein das ist noch nicht genug! Auch beim Fahrradfahren ist alles vertauscht! Wir kennen es ja so: Vorderbremse links, Hinterradbremse rechts. In Neuseeland ist es genau andersherum: Vorderbremse rechts, Hinterradbremse links. Total komisch! Wir konnten es kaum fassen, sogar beim Fahrrad mussten die lieben Engländer/Neuseeländer es anders haben, haha! 😂
Naja, wir ließen uns davon nicht stoppen, wir radelten fröhlich los. Es ging am Strand entlang, vorbei an hübschen künstlerischen Ecken bis wir an einem Café halt machten, um einen Kaffee und Energie zu tanken. Das Café hat mich unheimlich an Kassel erinnert! Dann kehrten wir auch schon wieder um und sogen die letzten Minuten im sonnigen Napier genüsslich auf. 😌

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Unendlichkeit wohin das Auge reicht!

Dann ging es auch schon wieder weiter nach Taupo, um Mareike zu treffen und endlich das große, bekannte Tongariro Crossing zu wagen! Wir versüßten uns die Autofahrt mit unseren brandneuen High School Musical und Disney Musik (die Country-CD war nicht so Annika Geschmack… Ich fand sie klasse! :D) bis wir schließlich in Taupo am McDonalds ankamen. Jaja, shame on us, Mcdonald mal wieder. Aber wo kann man am besten Wlan harzen ohne das es einem peinlich sein muss? GENAU! McDonalds! So vertrieben wir uns etwas die Zeit, bis Mareike schließlich aus Tauranga ankam und wir uns auf dem Weg zu unserem Campingplatz machten.

Der Campingplatz war auch wie beim letzten Mal kostenlos und lag direkt am Waikato River. Wir ergatterten zwei super Plätze und machten uns breit. Ganz gespannt und eifrig richteten wir unser Bett, um dann endlich eines tun zu können: Essen! 😍😍😍 Mareike hatte aus Tauranga von einer deutschen Bäckerei und einem deutschen Metzger Brot und Wurst mitgebracht, welches wir an diesem Abend genüsslich heruntergeschlungen haben! Oh man, ich sag euch, das war ein Fest! Die deutsche Wurst- und Brotkultur ist so einzigartig und so unersetzbar, das hätte ich niemals gedacht! 💕 Der Höhepunkt des Abends: Vollkornbrot mit dick und fett Nutella (ich betone: ohne Butter!) drauf. Das musste einfach sein und es war so gut! 🙆🏼
Mit vollem und glücklichen Magen ging es ab ins Bett!

BILD FOLGT 🙂

Am Samstagmorgen gönnten wir uns ein bisschen Zeit zum Ausschlafen. Am Abend zuvor hatten wir beschlossen, das Crossing am nächsten Tag nicht zu machen. Die Wettervorhersage war nicht hundertprozentig positiv, es sah stark nach Regen und Wolken aus. Bei solch einem Wetter will man das anstrengende Crossing nicht machen. Es  kann erstens sehr gefährlich werden und zweitens möchte man ja auch gerne was von der atemberaubende Natur und Aussicht sehen, wenn man schon diesen Vulkan besteigt! Daher haben wir uns gesagt, dass wir es auf jeden Fall ein anderes Mal wagen. Denn wirklich, es ist ein Muss! 😎
Stattdessen besichtigten wir die Huka Falls, eine Kaskade von Wasserfällen in Taupo. An diesem Tag hatten wir Glück, denn genau als wir die Falls besichtigten, kam eine Gruppe von Kayakfahrern heruntergerauscht. Waaah, die waren ja wahnsinnig! Aber sie haben die Strömungen und Kaskade super gemeistert.

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Hier sind die Verrückten runtergeshippt!

Danach buchten wir spontan eine Segeltour auf dem Tauposee, um die berühmten Maoricavings zu besichtigen. Am Rande des See bei steilen Klippen haben Einheimische vor einigen Jahren typische Maori-Formen, -Figuren und -Muster in den Stein gekraxelt ohne es dabei als Attraktion, wie sie es heute ist, auszulegen. Sie hatten einfach nur gute Laune, Langeweile, viel Bier und, wie unser Segelkapitän es vorsichtig ausdrückte, viel guten Stoff (Marijuana) bei sich. 😀
Es war eine entspannte, angenehme Tour bei der wir sogar einen super netten Kanadier kennen lernten. Wir quatschten mit ihm die ganze Segeltour, dabei unterhielten wir uns über die verschiedensten Dinge, unter anderem auch wieder die politische Situation in Deutschland und auch in den USA. Es ist wirklich das Nummer Eins Thema, wenn man auf andere Leute aus anderen Ländern trifft. Freut uns natürlich sehr, solange keine blöden Kommentare über sonstige historische Geschehnisse kommen… 😐
Am Ende der Tour wurde uns sogar noch ein Bier angeboten, was sehr nett war, obwohl ich dreimal (dreimal!) gefragt wurde, ob ich denn auch wirklich sicher bin, dass ich alt genug bin, um ein Bier trinken zu dürfen… „YES!!!!! (Now give me that stupid beer!!!)“ 😂

Da wir für den Abend noch keine Pläne hatten beschlossen wir erneut spontan zusammen mit dem Kanadier zu den Hot Springs (Otumuheke Stream) in Taupo zu fahren. Die Hot Springs sind, wie es sie auch in Rotorua gibt, eine kleine Wasserströmung, die von der jahrtausendealten Vulkanaktivität in der Erde angeheizt wird. So saßen wir gemeinsam im heißen Wasser und tauschten über ein leckeres Bier erneut Geschichten und Erfahrungen aus. Boah, das Bier hat ganz schön geknallt in dem heißen Pool! 😀 😜
Anschließend wollten wir eigentlich noch etwas clubben (wie es mein Vater im sagt :D) gehen, aber wir waren doch so platt, dass wir uns gemütlich ins Bett legten und uns einen ordentlichen Schlaf gönnten… Also so richtige Partytiere waren wir diese Woche (noch) nicht. 😅

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