„Hä, hatten wir nicht was anderes gebucht?“ – Roadtrip Nr. 2: Rotorua

Kia Ora, ihr Lieben!

Letztes Wochenende (5.2. bis 8.2.) ging es auf meinen zweiten Roadtripwieder zusammen mit Annika und Charlie. Relativ spontan ging es nach Rotorua, dem kulturellen Maori-Zentrum in Neuseeland. 💪🏼

Wieder mal mit fetten Gepäck für so wenig Tage und Mietauto ging es 2,5 h lang auf kurvigen und hügeligen Straßen nach Rotorua zu unserem Hostel. Wir waren ziemlich gespannt, da wir noch nie vorher in einem Hostel geschlafen haben, waren aber guter Dinge. 👍🏼
Natürlich war Rush Hour in Auckland und kamen daher ziemlich verspätet und in tiefster Nacht in Rotorua an. Dass wir in Rotorua sind haben wir nicht am Ortsschild erkannt, sondern am plötzlichen Gestank, der uns in der letzten viertel Stunde entgegenkam. 😂

Super spät im Hostel wurden wir zu unserem Zimmer gebracht und staunten nicht schlecht, als wir in unserem Zimmer plötzlich einen Jungen im gegenüberliegenden Bett schlafen sahen. „Hä, hatten wir nicht ein Mädchenzimmer gebucht?“, das haben wir uns alle drei in dem Moment gefragt. Ich checkte nochmal kurz meine Mails und Tatsache: Mixed Dorm, 6 beds. 😳 Wir waren davon überzeugt, dass wir ein Mädchennamen gebucht haben! Aber alles halb so wild, der Junge war super nett, wir konnten uns damit arrangieren und die anderen Betten waren alles Mädels. Es war nur ein kleiner Schock nach einer so langen und anstrengenden Autofahrt. 😅

Freitag Morgen ging es sofort mit Action los: White Water Rafting Stufe 5. Ich sicherte mir einen Platz ganz vorne (hihi) und schon ging los. Wir paddelten eine Stunde auf reißenden Strömungen, bewunderten die unglaubliche Natur und stürzten zwei Wasserfälle (einer davon 7 Meter hoch!) hinunter. Der 7-Meter Wasserfall hatte es ganz schön in sich und da bin ich direkt aus dem Schlauchboot gefallen. Als einzige! 😆😆😆

DSC_3918

Entspannt ging es weiter zu einen der vielen freien und nicht schädlichen Hot Springs in der Gegend, wir haben uns den von Wai-o-tapu rausgesucht. Mindestens eine Stunde, wenn nicht sogar länger, saßen wir in einem kleinen Bereich, wo zwei Strömungen (heiß und kalt) aufeinandertreffen und damit ein super angenehmes „Bad“ entsteht. Aaaah, war das schön! Aber Achtung: Nicht untertauchen! Ansonsten kriecht irgendwie so eine Amöbe oder sowas durch die Nase in den Gehirn und dann stirbst du (in 3 von 5 Fällen oder so). Aber das reicht ja schon… 
Plötzlich fing es an zu regnen  und anstatt sich zu darüber zu ärgern freuten wir uns sogar ziemlich! Das fühlte sich faszinierend an, wir genossen ein heißes Bad mit kaltem Regen zur Abkühlung von oben. 😏

DSC_0297

Lady Knox Geysir

Ganz spontan beschlossen wir in das Wonderland von Wai-o-tapu, ein Bereich mit bunter vulkanischer Aktivität, zu gehen! Umgeben von brodelnden Schlammlöchern und Höhlen, etlichen Geysiren und faszinierenden verschiedenen Farbspielen aufgrund Mineraler Salze brühten wir selber vor uns hin, da es einfach so heiß war. Obwohl nicht mal die Sonne schien! Und es hat gestunken… nach, ich zitiere Charlie: „eklige Schwefelstinkeeierpupskotze“. Trifft es ganz gut, haha.

DSC_0272

Devils Pool

DSC_0197 (1)

Champagne Pool

waiotapu2 (1)

Sonntag beschlossen wir einen Walk im Redwood zu machen, ein super schöner Wald (Wald klingt so standardmäßig und deutsch, dabei war er so exotisch 😅) mit unglaublicher Natur. Natürlich ging es bergauf, bergab, bergauf, bergab… Zur Abkühlung fuhren wir weiter zum Blue Lake (Lake Tikitapu) und während die anderen zwei ein Sonnenbad nahmen bin ich in den See gehüpft und habe die Aussicht und das Wasser genossen. Ich muss einfach immer in jedes Wasser reingehen, wenn wir schonmal da sind! 😀

DSC_0308 (1)

Redwoods

blue lake (tikitapu)

Lake Tikitapu

Abends kam dann das Highlight des ganzen Trips! Wir haben eine Tour durch das berühmte Tamaki Maori Village gebucht. Mit gemäßigten Erwartungen (wir haben uns das unheimlich touristisch vorgestellt), aber doch sehr aufgeregt ging es in den Bus, wo wir als erstes von einer super sympathischen Maori zum Dorf gefahren wurden und mit ihr gequatscht haben. 😄
Wir wurden ganz im maorischen Stil begrüßt und wurden durch das Dorf geführt.

DSC_0345

Etwas enttäuscht waren wir, als die Männer aufgerufen wurden den berühmten Maori-Tanz, den Haka, zu lernen. Den Frauen blieb das verwehrt (wir durften mit sogenannten Poys tanzen, sah aber auch echt cool aus), aber nachdem wir alle ein Foto mit den Maorikriegern einheimsen konnten, waren wir alle wieder bei guter Laune, hihi. 😏
Mein persönlicher Höhepunkt war die Endaufführung der maorischen Frauen und Männer. Zusammen tanzten und sangen sie und es war einfach nur atemberaubend schön. Ich kann es gar nicht in Worte fassen, wir waren einfach nur Baff. So kraftvoll und mit so viel Liebe. Und atürlich weiterer Höhepunkt: das traditionelle Maoridinner, das Hangi. Wir konnten uns danach nicht mehr bewegen, so oft haben wir nachgeholt, haha. 😄😄😄

Nach dem Ausflug sind wir mit zwei Schweizern, die auch in Tamaki dabei waren, in eine Bar gegangen und haben einfach nur gequatscht, als auf einmal 12 Uhr die Bar zu machen wollte. Daran ist man als Deutsche ja gar nicht gewohnt! 😳 Plötzlich gabelte uns dann ein neuseeländisches junges Teeniepaar auf (oh Gott, waren die aufgedreht) und sie führten uns in DEN angesagtesten Club Rotoruas!!! 👀 Naja, wirklich was los war jetzt nichts, aber immerhin hatte der noch offen und wir konnten uns entspannt auf die Terrasse setzen bis wir dann um 1:30 aus dem Club geworfen wurde, da auch der endlich schließen wollte. Das kam uns recht, wir fielen müde ins Bett und haben erstmal schön ausgeschlafen! 😅

Montag brachen wir schon in Richtung Auckland auf, da wir einfach super müde und fertig waren. Zwei Wocheneden hintereinander so viel Reisen plus 9 Stunden Arbeit pro Tag, das haut schon rein. Wir machten noch einen Stopp in Tauranga, einer hübschen Küstenstadt mit vielen schönen Stränden und trafen uns mit Mareike (die wir auch schon letzte Woche getroffen haben), die dort als Au Pair lebt.
Nach zwei Stunden weiterer Autofahrt plus anderthalb Stunden Busfahrt war ich dann schließlich Zuhause! 😎

Kommendes Wochenende wird ruhiger, ich übernachte das Wochenende bei Charlie und wir gehen zum Stand-Up-Paddeling. Das Wochenende darauf bin ich endlich mal Zuhause bei meiner Gastfamilie, da muss ja auch mal wieder sein und kommt mir ganz recht. 😌

xxxx
Viola

PS: ICH LIEBE MARMITE!