HOLIDAYS IN OZ, Pt 1: Happy Easter in Happy Melbourne ­čÜÖÔśĽ´ŞĆ­čÄÂ

Hallo ihr Lieben!

Nachdem ich mich gut in der Arbeit eingelebt habe, kamen die Ferien doch schneller als gedacht. Die regul├Ąren Gymnastikkurse pausierten und das Holiday-Program stand vor der T├╝r. Es stand mir frei, ob ich die Ferien durcharbeiten m├Âchte oder nicht. Ich entschied mich daf├╝r, ein paar Tage zu arbeiten, aber dann ├╝ber Ostern nach Melbourne zu verschwinden! Die Ferien sollte ich f├╝r ein paar erste Australienerkundungen definitiv nutzen, hehe, und Melbourne eignet sich daf├╝r perfekt. ­čśÄ┬áEine kompakte Stadt im Bundesstaat Victoria in der man einfach rumkommt, man viel entdecken kann und einfach immer was los ist. Nicht umsonst gilt sie als eine der Kulturmetropolen der Welt und ist bekannt f├╝r kunterbunte Street-Art, ausgezeichneten Kaffee, leckeres Essen und ausgiebiges Partyleben.

Als geizige Backpackerin recherchierte ich gleich gar nicht erst nach Fl├╝gen, mir war schon bekannt, dass die so oder so super teuer sind. Eine Freundin einer Freundin (­čśé) hatte ihr eigenes Auto und wollte zu dem Zeitpunkt auch nach Melbourne. Prompt sa├č ich am Freitagmorgen dem 14.4. zusammen mit drei Niederl├Ąnder/innen im Auto auf dem Weg in den tieferen S├╝den Australiens.

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Road Trip, woohoo!

Mal eben von A nach B zu fahren und dabei verschiedenste Landschaftskulissen zu genie├čen wie in Neuseeland ist hier Fehlanzeige. Wir fuhren ganze zehn Stunden von Sydney runter nach Melbourne, fast komplett nur auf dem so genannten Hume Highway mit wenig Abwechslung. Ich bin soggesehen mal eben gerade von Auckland runter nach Wellington durchgefahren! ­čś│ In Neuseeland total absurd mal einfach bis dorthin durchzufahren, in Australien, naja… t├Ąglich Brot? Die Entfernung sind einfach so enorm, das wurde mir auf meinem ersten australischen Road Trip wieder erst richtig bewusst.

Nach mehreren Pippi-Pausen, seeeeeeehr vielen durchgespielten Playlisten, hunderten verschiedenen Gespr├Ąchsthemen und endlos vielen Tim Tams und Gummib├Ąrchen sind wir bei Anbruch der Dunkelheit endlich in Melbourne angekommen. Endlich! Ich sag euch, das ganze Wochenende werde ich nur noch alles zu Fu├č laufen, ich habe das Autofahren erstmal satt! Zum Gl├╝ck hatte ich drei angenehme Mitfahrer, mit denen man sich sehr gut unterhalten konnte und die zeit dadurch etwas schneller verging.

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Noch am selben Abend richtete ich mich in meinem Hostel, welches die perfekte zentrale Lage hatte, ein und traf mich mit Elisa, einem anderen Au Pair, das ich schon aus Sydney kenne. Wir beide haben durch Zufall festgestellt, dass wir ├╝ber Ostern in Melbourne sein werden. Ziemlich cool, denn einen Partner in Crime bei einer Stadterkundung zu haben ist halt doch ein bisschen besser als alleine herumzugurken, hihi. ­čść┬áWir a├čen zusammen zu Abend und stellten einen Plan f├╝r die n├Ąchsten Tage auf. Elisa hat die Stadt schon etwas erkunden k├Ânnen, da sie nach Melbourne geflogen ist – und hat f├╝r nur den Hinflug das Zehnfache meines Reisegeldes bezahlt, das ZEHNFACHE! Ich habe gerade mal 30 Dollar f├╝r Sprit hinzu ausgegeben – klar es waren zehn Stunden Fahrt, aber das w├Ąre mir doch zu schmerzhaft gewesen, das Geld auszugeben.
Wie auch immer, wir beide beschlossen nochmal zusammen die einzelnen Ecken in Melbourne zu entdecken.

Samstagmorgen, 15.4., war erstmal Kaffee angesagt – ein Muss in Melbourne den Kaffeekonsum oben zu halten!
Unser zweiter Halt der Queen Victoria Market. Ein unheimlich bekannter und popul├Ąrer Markt, vollgepackt mit organischem┬áObst und Gem├╝se, frischem Fisch, exotischen Gew├╝rzen aus aller Welt, australischen Delikatessen, erlesenen Weinen und nat├╝rlich auch billigen Souvenirs (leider nicht aus aller Welt, daf├╝r aber aus dem nicht allzu fernen China). Wir naschten mal hier und mal da, und an so manchem sinnlosen Krimskrams kamen wir nur schwer vorbei. Aber wir konnten uns gut zusammenrei├čen nicht zu viel zu kaufen. Zum Gl├╝ck! Das ganze Geld wurde n├Ąmlich letztenendes auf unserem Stadttrip f├╝r Essen, Kaffee und noch mehr Essen ausgegeben. Nicht sehr ├╝berraschend, ich wei├č.
Wir erkundeten die Stadt, was relativ einfach ist, da Melbourne aus einem einfachen Stra├čengitternetz aufgebaut ist. Die Hauptstra├čen waren so schnell durch und wir schl├╝pften in m├Âglichst viele kleine Nebengassen, in denen man gigantische Kunstwerke von Street-Art-K├╝nstlern bewundern und leckere kleine Restaurants, Cafes und Take-Aways ausprobieren konnte. Hosier Lane, Degraves Street, Union Lane und Federation Square sind nur die bekanntesten Gassen mit der tollsten Street-Art, es gibt noch so viele andere kleine Geheimverstecke. Besonders die Degraves Street hat mir besonders gut Gefallen. Es gab zwar weniger Street-Art, daf├╝r aber leckere Donuts und Cupcakes und Waffeln und und und… Ja, ja, wie ich schon sagte, das Geld wurde gut investiert! ­čśä

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Mit der Tram fuhren Elisa und ich raus aus dem Stadtzentrum, um auch einen Eindruck von den Vororten Melbournes zu erhaschen. Unser erstes Ziel war St. Kilda, ein kleines Hipster-Vor├Ârtlein mit vielen leckeren, teilweise veganen Caf├ęs und Restaurants, Live-Musik und guter Laune. Es ist der Lieblingsvorort vieler Locals, vor allem da es eine wundersch├Âne Strandpromenade besitzt und immer etwas los ist: Skater und Fahrradfahrer gleiten unter den Palmen entlang, Surfer st├╝rzen sich auf die Wellen, Musik spielt an jeder Ecke und bei Nacht kommen kleine s├╝├če Pinguine aus ihren Verstecken. Leider war es bei unserem Besuch etwas kalt und die coolen Surfer und Skater blieben Zuhause, aber nichtsdestotrotz erkundeten wir bei Wind und Wetter die Strandpromenade und den Hafen von St. Kilda. Wir konnten sogar ein paar Pinguine in ihren Nestern untern den Steinen am Hafen sehen. Total s├╝├č!

Nach dem Mittagessen haben Elisa und ich uns auf der suche nach einer Bushaltestelle etwas verlaufen und haben uns glatt in einen wundersch├Ânen Kleingartenverein der australischen Art wiedergefunden. Wow, dieser Garten war so sch├Ân, da kam glatt das Verlangen nach einem Gr├╝nen Daumen bei mir durch (mein Daumen ist leider nicht sehr gr├╝n ­čśó).

Mit dem Bus (den wir dann endlich gefunden haben) fuhren wir noch etwas s├╝dlicher, um einen weiteren Vorort samt seiner Attraktion zu erkunden: Im Vorort New Brighton liefen wir am Strand entlang und bewunderten die hundert kleinen Bootsh├Ąuser, die eng nebeneinander in den verschiedensten Farben um die Wette posierten. Da waren ein paar coole Kunstwerke dabei, besonders gut gefiel mir die gro├če Welle!
Wir spazierten weiter ein wenig am Strand entlang, genossen den Sonnenuntergang und hatten ein leckeres veganes Dinner bevor wir zur├╝ck zum Hostel und ab ins Bett h├╝pften. Gerne w├Ąre ich jeden Abend ausgegangen (Melbourne ist bekannt f├╝r gute Party!), aber leider ging es mir nicht besonders gut und ich war fix und alle am Abend – wie immer, haha.

Am n├Ąchsten Morgen, Sonntag, ging es f├╝r Elisa und mich aber auch fr├╝h raus. Wir beiden haben per Zufall f├╝r den gleichen Tag, aber leider nicht mit dem selben Unternehmen, eine Bustour entlang der ber├╝hmten Great Ocean Road, einer 234 km langen Stra├če, die entlang der wilden K├╝ste f├╝hrt.
Kaum zu glauben: Begonnen im Jahr 1919 wurde sie nach etlichen Jahren erst 1932 fertig gestellt. Aber nat├╝rlich, es muss harte Arbeit f├╝r die tausenden heimgekehrten Soldaten gewesen sein, die Great Ocean Road in die Gesteinsklippen entlang der K├╝ste zu hauen. Heute dient sie nicht nur als eine ber├╝hmte „Scenic Route“, sondern auch als nationales Kriegsdenkmal.

Fr├╝h um 7 Uhr morgens wurde ich von John und seinem kleinen, kuscheligen Bus aufgepickt und der Trip startete mit 14 weiteren Entdeckern von den verschiedensten L├Ąndern Richtung der keinen Surferstadt Torquay. Der ersten Abschnitt der Great Ocean Road f├╝hrte uns entlang der sogenannten Surf Coast, weiter entlang der Green Coast bis zum letzten Abschnitt, der sogenannten Shipwreck Coast. Jede einzelne K├╝ste hat ihre eigenen Merkmale und Besonderheiten, welche sich so gut wie eindeutig schon im Namen wiederfinden.
Ich erspare euch all die einzelnen Details der Bustour und bombardiere euch stattdessen lieber mit Bildern und kleinen Kommentaren dazu. Der Tag war einfach so gepackt voll, ein Gro├čteil bestand daraus im Bus zu sitzen und die Natur und die Ausblicke zu bewundern, die uns Australiens wundersch├Âne Landschaften zu bieten hatte:

Meinen Schwur, dass ich in den n├Ąchsten Tagen erstmal in kein Auto oder Bus steige, hatte ich also schon an Tag 2 gebrochen – ganze 12 Stunden war ich mit John und der ganzen Truppe unterwegs! Es hat sich aber auf jeden Fall gelohnt.

Meinen letzten Tag in Melbourne, Montag, habe noch genutzt, um ein paar letzte kleine IMG_7102.jpgEcken zu erkunden. ┬áIch lief nochmal durch ein paar kleine Gassen, die mir von meinem ersten Tag in der Stadt super gefallen haben. Ich konnte mir auch nicht die National Library of Victoria entgehen lassen, weswegen ich in ein paar Kunst- und Buchausstellungen in der Bibliothek reinschnupperte und an sich das Flair in dem sch├Ânen, alten Geb├Ąude genoss. ┬áIch liebe Bibliotheken!
Gegen den Drang noch mehr Cupcakes und anderes Essen zu kaufen musste ich stark ank├Ąmpfen, letztenendes musste ich aber aufgeben… Das Cr├Ęperestaurant in der Degraves Street hat mich einfach verzaubert! Ups… Ach naja, in Melbourne ist man nur einmal (auch wenn ich Cr├Ępes eigentlich ├╝berall bekommen kann….). Von dort lief ich am Yarra River entlang, weiter ├╝ber die Br├╝cke zum Botanischen Garten – welcher wundersch├Ân und beeindruckender als der von Sydney ist! – hoch zum Nationalen Kriegsdenkmal in Melbourne. Von dort hatte ich zum Abschluss wirklich nochmal einen tollen ├ťberblick ├╝ber die Stadt. Das Highlight des Tages war jedoch der Sonnenuntergang, den ich in Southbank, im S├╝den von dem Stadtzentrum auf der anderen Seite des Flusses, mit einem kleinen Geburtstagsskype it meiner Mutter genossen habe. Musik spielte an jeder Ecke, es waren viele Menschen auf den Stra├čen und ├╝berall ein leises, angenehmes Geplauder. Eine tolle Atmosph├Ąre!

Am n├Ąchsten Morgen, Dienstagmorgen, hie├č es schlie├člich Abschied von Melbourne zu nehmen und wieder f├╝r 10 Stunden im Auto zu hocken. Zusammen mit den Niederl├Ąndern machte ich mich also auf den Heimweg, zur├╝ck nach Sydney. Es war eine lange, harte Fahrt, aber mit viel guter 90’s Musik und einem spannenden Austausch von Erfahrungen, nicht nur von Melbourne sondern auch von all den anderen Orten, die jeder schon gesehen hat.

Melbourne, ich komme auf jeden Fall wieder! Bei dir hat es mir gefallen!
Die Ferien sind jedoch noch nicht um! Lange verweilte ich nicht in Sydney, nach nur einem Tag ging es f├╝r mich schon weiter zusammen mit meiner Gastfamilie auf eine Farm im Outback-Sytle in Mudgee. Seid gespannt! ­čśÄ

see ya everyone-
xxxx
Viola

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