getting into daily life in Oz – Babysitting and Working

How are ya, mates!

„Okay, heute ist Mittwoch, das heißt wir brauchen die Trompete, die Musiknoten, die Sporttasche und die Hausaufgaben – nein, tut mir leid, ich habe gestern leider vergessen dir den Apfel in Stücke zu schneiden, aber ich mache das heute, keine Sorge – okay ab ins Auto, aber vergiss deinen Hut nicht! – Okay, was brauchen wir nochmal alles vom Supermarkt? Waren es Äpfel oder Birnen? – Reichen die paar Kartoffeln fürs Abendessen? – Okay, ab ins Bett, es ist schon 10 Minuten nach der Bettzeit, und nein ihr bleibt keine weiteren 10 Minuten auf nur weil im Film die eine tolle Szene kommt!“

Die zwei Wochen mit den Mädels ist nun schon länger vorbei, vom Babysitter bin ich also wieder einmal zurück in ein normalen Teenie mutiert. Schon lustig, ich habe mir selbst noch gesagt, dass ich nach Neuseeland, so sehr ich die Zeit genossen habe, nicht nochmal Au Pair machen möchte. Aber dann sollten es nur zwei Wochen sein und des Weiteren kannte ich die Familie. Und sieh an: Es waren zwei tolle Wochen! 👍🏼

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Chaos beim Essen vorbereiten! 😀

Während ich noch vor den zwei Wochen etwas nervös und gespannt war, ob alles klappt, die Mädels gut mit mit klar kommen und ich nicht vielleicht sogar das Haus in die Luft jage, lief im Endeffekt alles wie geschmiert. Okay, wir haben einmal die Trompete am Mittwoch vergessen, aber das war (abgesehen von den typischen kleinen Geschwisterstreitigkeiten) nur ein kleiner, wenn nicht sogar irrelevanter Wellenbrecher. Die ganze restliche Zeit surften wir entspannt durch. 😎 Ich war am Ende ganz schön fertig und müde, aber das war ja zu erwarten, hehe. Schließlich haben wir viel unternommen: Wir waren im Park, haben gezeichnet und gebastelt, haben Tennis gespielt, waren mit dem Hund draußen, haben natürlich eine Menge Hausaufgaben gemacht und vieles mehr. Also full on!

Seitdem Adrienne wieder da ist, darf ich mich aber nun bezüglich der Pädagogik und der Verantwortung wieder etwas zurücklehnen. Ihr wisst schon, mal wieder am Abend mit Freunden treffen, ausgehen und einfach wieder ein bisschen „selfish“ sein. Das heißt natürlich nicht, dass ich nicht meinen Teil im Haus mache! Ich helfe aus, wo es geht, ob Babysitting, Housekeeping und Besorgungen. Aber was ich genau meine ist, dass ich wieder ein bisschen auf mich gucken kann: was habe ich vor, was will ich machen, was soll passieren. Und darüber habe ich einiges zu berichten. 😎

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Sydney

Neben dem bisschen Gartenarbeit beim Haus der Großeltern, bin ich in den zwei Babysitter-Wochen zu wenig gekommen. Ich habe mich nach verschiedenen Jobs umgeschaut, aber viele benötigten entweder mehr Erfahrung oder tausend Lizenzen für viel Geld – Willkommen in Australien, dem Land der Lizenzen und Strafen… Die nehmen einem Geld für alles ab, Halleluja! Egal ob Alkohol ausschenken, in der Essen zubereiten oder sogar mit Kindern arbeiten: für alles muss man eine Menge Geld bezahlen und durch ein elendes Bewerbungsverfahren gehen, um es überhaupt ausführen zu dürfen.
Aber dann endlich, ein Job in dem ich mich etwas mehr auskenne: Küchenaushilfsjob (ich habe mal mehrere Monate in einer Küche gearbeitet, nicht mein Lieblingsjob, aber besser als nichts). Ich bin ran ans Telefon und habe sofort angerufen. Und bin sogar sofort durchgekommen! 👍🏼

„Hallo?“
„Guten Tag, hier spricht Viola, ich bin an ihrer Stellenausschreibung in der Küche interessiert.“
„Oh, das tut mir leid, die Stelle ist leider schon besetzt. Aber wir suchen jemanden an der Barista-Kaffeemaschine! Haben Sie dort Erfahrung??“
„Ehm…. “ – an diesem Punkt habe ich im Bruchteil einer Sekunde entschieden Adrienne’s Rat zu befolgen: „Verkauf dich selber immer ein bisschen besser als du eigentlich bist!“ – „….ein bisschen?“
„Cool! Dann komm morgen 8:30 rein und zeig was du kannst. Bye!“

… Oh.
Die ganze Nacht habe ich also verschiedenste YouTube Videos geschaut, wie man richtigen Kaffee an einer richtigen Baristamaschine macht. Joa. Das hat funktioniert! 😂 Am nächsten Tag ging ich dann perfekt vorbereitet, aber mit ganz schön mulmigem Gefühl zum Testlauf, den Kopf vollgepackt mit Theorie über Kaffeeart und -menge, Milcherhitzung, Schaumherstellung und so weiter…. Puh, war das stressig. Gefühlte 182 508 Milchkaffees, 3 750 Macchiatos, 1 758 Cappuccinos und 458 Espressos später wurde ich zum Gespräch zurück gerufen und man sagte mir, abgesehen davon, dass ich anfangs etwas langsam war, einen wirklich tollen Job gemacht habe im Vergleich zu den vorherigen Bewerbern. Die haben wohl wirklich einen schlechten Eindruck gemacht, denn ich habe jetzt nicht wirklich bewiesen, dass ich exzellenten Kaffee in kurzer Zeit mit viel Druck machen kann. Aber cool! YouTube hatte mir schon während der Schulzeit öfter mal den Kragen gerettet, ohne geht nichts mehr, wie man sieht! 😀

Sie wollten sich dann nach weiteren Kandidaten bei mir melden, was am Ende leider (oder vielleicht auch zum Glück?) nicht passiert ist. Das war aber gar nicht schlimm, denn relativ schnell danach wurde ich als Trainer bei einem Gymnastikclub angestellt. Mal was komplett anderes als Barista oder Küchenhilfe, aber es gefällt mir! Ich wurde  direkt von Anfang an einfach reingeworfen und musste mich selber zurecht finden mit wenig Einweisung. An sich nicht so schlecht, aber es macht die Eingewöhnung leider ein wenig schwierig, denn ich wurde in eine „Führungsposition“ eingestellt, obwohl es viele andere, langjährige Mitarbeiter gibt, die mehr Erfahrung und Wissen haben… Das macht es sehr unangenehm,  den Boss raushängen zu lassen und Anweisungen zu geben, zumal ich teilweise noch nicht genau weiß wo alles hingehört, wie alles genau funktioniert und ich gar keine richtige Erfahrung in der Gymnastik habe. Ich bin immer noch etwas überfordert, vor allem weil der Club im Vergleich zu meinem Verein in Deutschland (bei dem ich Trainer war) sehr chaotisch ist und untereinander wenig kommuniziert wird. Aber es wird alles einfacher, ich muss mich nur einfinden! Es ist einfach gerade noch etwas stressig. Aber es macht nicht nur mehr Spaß als Teller putzen, sondern es bringt gut Geld zum Sparen, hihi. 😝

Und nebenbei bin ich Teil der Familie und wir machen hier und da ein paar kleine Ausflüge und Unternehmungen nur mit der Familie oder noch mit Freunden der Familie, was wirklich schön ist. Australien ist sehr unternehmenslustig!

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Auf dem Wasser zusammen mit der Familie, Seglern beim Rennen zuschauen

In den zwei Monaten, die ich nun schon hier bin, habe ich mich also schon gut im australische Leben eingefunden. 👍🏼😎 Ich habe es auch schon geschafft ein paar Ausflüge zu machen. Über die erzähle ich im nächsten Post. Der wird bald kommen- versprochen!

See ya,
xxx V

 

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