Mittendrin auf Bali 🇵🇱👀

Hai, ihr Lieben!

Es ist faszinierend das Leben auf Bali beobachten und es sich sogar vorzustellen dort zu leben. Die Häuser, die Natur, die Tempel, die Menschen – alles erscheint wie Kunstwerke, die erschaffen wurden. Wie so ein Schauspiel, das am Abend nach der letzten Aufführung schließt und nach dem alle Beteiligten nach Hause gehen. Also irgendwo anders hin, wohin kann ich mi selber nicht ganz erklären. Klingt komisch, ich weiß! Dieses organisierte Chaos, diese Fülle an Flora und Fauna, diese Einfachheit, aber Echtheit an Leben – das kann doch nur aufgelegt und abgespielt sein, oder? 😳
Vielleicht erscheint es mir auch nur in den größeren, mittlerweile touristisch geprägten Städten so, wie Seminyak und dann später Ubud. Sie sitzen am Straßenrand, auf der Treppenstufe oder im Auto und bieten den vorbeigehenden Touristen hunderte verschiedenen Dinge an. „Taxi?“, „Massage?“, „Want to have a look in shop?“, „Balinese Dance?“, „Coconut?“.

Jetzt bin ich in Canggu. Ich lebe richtig bei einer richtigen balinesischen Familie nah am Strand und kann abseits von den Touristenmassen endlich mal durch diesen künstlichen „Schleier“ schauen, der sich über Bali gelegt hat. Eine tolle Erfahrung!
Mein privates Zimmer im Homestay ist ein eigenes Gebäude, so wie im Grunde jedes einzelne Zimmer auf dem ganzen Familiengelände. Vom Zimmer zur Toilette, von der Toilette zur Küche, von der Küche zum Zimmer – alles begeht man kreuz und quer über den zentralen Platz, unter freiem Himmel, an kleinen Müllhaufen entlang, und vorbei am selbstgebauten, hinduistischen Haustempel. Denn das Leben spielt sich auch nicht in den Zimmern, sondern auf den Fliesen vor den Zimmern oder auf dem Platz statt, ob basteln, abhängen und mehr. Ein großes, offenes Wohnzimmer, sozusagen! Tiere? Immer präsent, ob groß oder klein, ob Hund oder Insekt.

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Der Eingang zum Tempel, direkt neben meinem Zimmer!

Das Innenleben der Zimmer ist auch ganz einfach und dabei habe ich wahrscheinlich sogar noch ein richtiges Luxuszimmer. Ein großes Bett, eine Klimaanlage und eine Schrank schmücken mein Zimmer. Das Bad besteht aus einem Duschkopf, einem Waschbecken und einer Toilette ohne Klopapier, aber dafür mit – ich habe es so getauft, ich weiß gar nicht den offiziellen Namen 😀 – „Putzstrahl„. Die Details, wie das funktioniert, überlasse ich eurer Fantasie, ich habe es nicht ausprobiert, aber kann es mir gut denken. 😅
Ich greife dann doch lieber zu Taschentüchern zurück…

Ibu und Made sind meine Hosts und total lieb! Die Kommunikation erweist sich etwas als schwierig, aber einzelne wichtige Wörter im Englischen sind klar. Vor allem Ibus (die Hostmum) Lieblingswort ist „Food???“. Um mich wird sich gut gekümmert, ich werde geradezu gemästet: Reis morgens, mittags, abends und viel Fleisch, Fisch und SPICE! Langsam gewöhne ich mich an die Schärfe!! Ich, die super empfindliche! 😀
Ich lerne auch etwas indonesisch! Hier ein paar Wörter, die ich bisher ganz gut 
beherrsche (in Klammern ist meine persönliche Lautsprache. wenn das Wort anders gesprochen als gelesen wird. Einfach so lesen, wie es dasteht):

Hallo – Hai / Halo / Hello
Danke – Terima kasih (trimakasi)
Ich hätte gerne … – Saya mau…
gut – bagus
frühlich / glücklich – asik
lecker – enak
eins – satu
zwei – dua
drei – tiga
vier – empat
fünf – lima

Zwischen indonesisch und balinesisch gibt es nochmal Unterschiede. Indonesische sprechen aber alle Einwohner Indonesiens, balinesisch logischerweise nur die Balinesen. Deswegen denke ich ist indonesisch mit meinem begrenzten Erinnerungsvermögen eher ein Versuch wert! 😀

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Ibu beim kochen

Während ich bei der Familie lebe, darf ich bei vielem helfen und lerne somit unheimlich viel über das tägliche balinesische Leben.
Der Hinduismus ist im täglichen Leben immer präsent. Jeden morgen danken die Menschen den Göttern mit einer kleinen Opfergabe. Vor dem Tempel oder einer Statue werden beispielsweise Reis, Blumen und manchmal sogar die eine oder andere Zigarette – auf Bali raucht man gerne und viel wie es scheint – in einer Schale aus Bananenblättern gelegt und somit geopfert.

Einen konkreten Lebensrhythmus abgesehen von der Opfergabe kann ich jedoch nicht herausfiltern… Gegessen, geschlafen, relaxed und gearbeitet wird mal so mal so, Zeit spielt auf Bali kaum eine Rolle. Gekocht wird den ganzen Tag und mal so und mal so etwas umgeräumt, aufgeräumt und irgendwo herumgefahren. Wohin Ibu und Made manchmal hin sind, weiß ich auch nicht so ganz… Zeremonien vielleicht?
Auf jeden Fall ein komplettes Gegenteil zu Deutschland und Neuseeland, wo alles auf Zeit getrimmt ist! So kommt es, dass ich öfter mal zusammen mit Ibu auf einer großen, tischartigen Liege neben dem zentralen Platz einfach mal am morgen nach dem Aufstehen direkt nochmal ein Nickerchen mache oder einfach mal über den Tag mit ihr entspanne. So lässt es sich leben! Ob ich das aber auf Dauer so könnte? 😀

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Jetzt habe ich noch eine Mama auf Bali 🙂


Sampai jumpa lagi!

xxxx

Viola

PS: Das sind alles meine persönlichen Eindrücke und Erfahrungen, die ich gemacht habe! Ich kenne mich mit dem Leben auf Bali keineswegs aus, ich mache nur Beobachtungen.:-)

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