ready, set, ADVENTURETIME! – Traveln durch Neuseeland: SIBLING EDITION 👧🏼👦🏼👶🏼

Kia Ora, ihr Lieben!

Wow, die Zeit vergeht wie im Flug! Ein paar Wochen, wenn nicht sogar Monate war es nun still, ein ganz großes SORRY! Ich bin non-Stop gereist (😎) und hatte so kaum Internet noch die Zeit meinen Blog zu pflegen. Luxus-Probleme, oder nicht? 😆
Man hätte meinen können ich wäre beim Hitchhiken weggeschnappt worden, oder ich hätte mich beim Great Walk komplett verlaufen, oder ich wäre schlichtweg an den zu vielen leckeren Pies erstickt (was gar nicht mal so abwegig wäre bei meinem Pie Konsum!) – okay, stopp. Alles nach der Reihe, ich fange erstmal dort an, wo ich zuletzt aufgehört hatte.

img_2714Meine letzte Arbeitswoche im September in meiner Familie war also angebrochen. Meine Schwester Vivi hatte ich an dem Wochenende davor vom Flughafen abgeholt und mit Judo-Laura auf einen Trip in den Norden geschickt. Mir bei der Arbeit zuzuschauen wäre für sie nur verschwendete Neuseeland-Zeit gewesen und das wollten wir beiden nicht! Auch wenn ich zu gern schon mit auf Reisen gegangen wäre…

Die Gefühlswelt in mir zu dem Zeitpunkt konnte und kann ich noch immer nicht in mir beschreiben. Zum einen machte sich eine Traurigkeit und Melancholie in mir breit, als ich immer daran denken musste, dass ich meine vier Racker als auch meine ganzen Freunde bald verlassen muss.
Zum anderen freute ich mich schon wieder auf die Wiederkehr von Vivi von ihrem ersten neuseeländischen Road Trip, ihren ganzen Erzählungen und dass wir uns gemeinsam bald auf unser Abenteuer machten.
Ich wusste wirklich nicht was ich fühlen, denken und machen sollte, vor allem da die Woche wie jede andere Woche vor sich her trottete. AAAAH!

Ich versuchte in der Woche nochmal in jeder Playgroup und nach der Arbeit bei jedem Training und jedem Freund vorbeizuschauen. Einfacher gesagt als getan! 😳
Plötzlich wurde alles sehr viel, das Packen, Planen und Vorbereiten auf den Trip, sowie da Tschüss-Sagen, letzte Treffen organisieren und Abschiedsgeschenke basteln. Man man man, immer alles auf dem letzten Drücker, Viola, haben wir aus der Schulzeit nichts gelernt?

Zu allem Überfluss fing sich langsam an ein Tummy-Bug, auf gut deutsch ein Magendarminfekt, bei uns in der Familie zu entwickeln. Urghhh.
Mit Willow fing es am Dienstag an, mit Lincoln und Noah ging es am Mittwoch und Donnerstag weiter, und dann erwischte es Angel und Jessica am Freitag und Samstag, Ray am Sonntag, während ich halb munter und halb krank mit aller Kraft versuchte auszuhelfen. So haben die Kinder und ich die letzte Woche größenteils eingesperrt im Haus verbracht, elend auf dem Sofa oder dem Bett, weil jede Bewegung einem die Übelkeit hochsteigen ließ. So hatten wir uns das nicht wirklich vorgestellt… Ich hatte viele mit den Kindern geplant, doch das viel natürlich ins Wasser. 😢

Mein letztes Wochenende wurde dadurch leider auch ein pures Stressakt, wie ich es gerne nenne, denn alles fiel auf diese zwei Tage: Packen, Aufräumen und Ausräumen, Basteln, Besorgungen erledigen und Goodbye sagen. Zu allem Überfluss bat mich meine Gastfamilie am Samstag nochmal per Baysitting auszuhelfen, da es die Eltern mit dem Magendarminfekt komplett erwischt hatte. Mist! Ich half natürlich gerne aus, aber aus einem geplanten Vormittag wurden ganze zehn Stunden und ich war fix und fertig. Ich muss zugeben, dieser Tag war nicht wirklich schön, auch wenn ich so oder so eigentlich Zeit mit den Kinder verbringen wollte. Nur halt anders.
Es war nicht leicht, mir ging es selber nicht allzu gut, hatte viel im Kopf und vier kranke Kinder Zuhause.

Der Abend gehörte jedoch dann mir und zusammen mit Vivi konnte ich mich erstmal ausruhen. Puh, das war auch echt nötig! Und schließlich sollte es am Abend zusammen mit Freunden nochmal rausgehen. Denn mein Geburtstag stand ja auch noch vor der Tür! Ich sag euch, das war ein Wochenende!
Wir entschieden uns lokal auf der Peninsula zu bleiben, damit alle dabei sein konnten. Wir quatschten und lachten zusammen an einem meiner Lieblingsstrände, dem Little Manly Beach, und hatten einen schönen letzten Abend gemeinsam. ❤️

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Das Geburtstagskind im Dino-Onesie! 😸 Ob das jetzt zur Tradition wird…?

Sonntagmorgen ging es schon wieder früh aus dem Bett, denn wir mussten uns an dem Tag noch auf dem Weg zum Flughafen machen, denn bei Vivis Ankunft ging ein Beutel am Gepäck verschütt. Oh man, Lust darauf hatte ich nicht, vor allem nicht an meinem Geburtstag. Aber es wartete eine mir bis dahin unbekannte große, ja wirklich eine RIESEN Überraschung auf mich! Denn während Vivi in den Flughafen rannte um den „Beutel“ zu holen, wartete ich entspannt, aber müde im Auto. Plötzlich hüpfte meine Schwester wieder fröhlich ins Auto, nachdem sie eine schweres, dickes Irgendwas in den Kofferraum knallte. Was war das denn? Naja, egal.
Und dann klopfte es an meiner Fenstertür und ein unbekanntes Gesicht halb verdeckt von einem unleserlichen Pappschild stand vor meinem Fenster. Wuah! Ganz erschrocken drehte ich mich zu Vivi, die nebenbei alles gefilmt hat, und sagte belustigt zu ihr: „Ach, das ist bestimmt so ein Backpacker, den wir mitnehmen sollen…“. Ich drehte mich nochmal zurück zum Fenster, während meine Zunge die letzten Worte schon gar nicht mehr richtig zustande brachte. Denn dieses unbekannte Gesicht, was da so grinsend vor meiner Wagentür stand, war plötzlich gar nicht mehr so fremd… „OH MEIN GOTT!“. Ich riss die Autotür auf und sprang meinem Bruder in die Arme.

Jonas, hier in Neuseeland? HÄÄ???

Ich konnte es einfach nicht verstehen, aber war natürlich überglücklich. EinEN Abend zuvor hatte ich noch zu Vivi im Bett gesagt, wie cool es wäre , wenn Jonas auch noch dabei wäre. Jonas selbst hatte mir vor einigen Tagen gesgat, dass er einfach keine Zeit und Mittel hat auch nach Neuseeland zu kommen. Tsss, von wegen! 😄😄😄

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Freude pur mit ganz schön vielen Freudentränen!

Zusammen gönnten wir uns einen leckeren Burger bei Burgerfuel und danach einen Monstershake, während wir uns austauschten und ich voller Freude hoch und runter sprang.
Zuhause angekommen war es natürlich keine Überraschung, dass mein Bruder plötzlich da war – alle waren eingeweiht. Nach einer kleinen Geburtstagsbescherung ging es nochmal ans Packen und schließlich ins Bett. Mensch, war ich müde!

Am nächsten Morgen kam es zum Abschied. Wir wussten, dass ich mit meinen Eltern auf jeden Fall nochmal zurückkommen wollte, aber dennoch war das erste Mal Tschüss-sagen wirklich nicht leicht. Ich knuddelte die Kinder tausend Mal und drückte die Eltern zum Abschied. Besonders die Älteste der Kinder war ganz schlimm am weinen, was mein Herz in tausend Stücke zerrissen hat… Meine eigene erste Träne kam jedoch seltsamerweise erst, als ich aus der Tür getreten war. 😦

Schon komisch die Familie jetzt zu verlassen, mit der ich die letzten neun Monate gelebt habe. Jedoch wollte das noch immer nicht ganz in meinen Kopf, denn schließlich sollte ich ja noch eine Weile in Neuseeland bleiben! 😎

Während wir drei uns also auf dem Weg zu unserem ersten Stopp machten, musste ich doch noch ständig an meine Gastfamilie zurück denken. Ich bin jetzt einfach weg! Vor neun Monaten war ich plötzlich da, und jetzt sind die Monate vergangen und für mich geht es weiter, während die Kinder und meine Gasteltern ihr Leben weiterleben, bald mit einem neuen Au-Pair. EinE unheimlich komische Vorstellung, dass ein anderes Mädchen sich plötzlich um die vier kümmern soll. Was wird vor allem der Jüngste, Noah, dazu sagen und darüber fühlen?
Aber genau so ist es mit und als Au Pair. Man taucht für einen Bruchteil in eine ganz andere, fremde Kultur ein und darf sie für einen bestimmten Zeitraum in einer Familie miterleben. Eine tolle Sache eigentlich!

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Bye, bye…

Ich wollte nicht zu sehr den Kopf darüber zerreißen, das hatte ich in der letzten Woche schon viel zu viel! Für mich war es auf jeden Fall Zeit zu gehen und wieder auf Entdeckertour zu gehen. Ich fühlte mich etwas eingeengt nach den neun Monaten als Au Pair und hatte das Gefühl, dass ich irgendwie mit allem feststecke. Ich wollte einfach raus und reisen! Die neun Monate waren so wirklich perfekt gewählt.
Nichtsdestotrotz habe ich die Zeit mit den Kindern unheimlich geschätzt und genossen, vor allem wenn ich auf die Zeit zurückblicke. So schlimm manche Tage waren, so schön und herrlich amüsant erscheinen sie mir jetzt. 😄

Also, auf ging es mit unserem Nissan Wingroad namens Sam, unser treuer Gefährte (angelehnt an Herr der Ringe natürlich), auf den Weg!

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xxxx

Viola

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