Seelöwen, Wale und Delfine – South Island Road Trip Pt. 5 🐬🌊🐋

Kia Ora, ihr Lieben!

Donnerstagmorgen packten wir unsere Rücksäcke, die jeden Tag immer voller wurden (ein wahres Reisephänomen) und zogen motiviert unsere Wanderschuhe an, denn es war mal endlich wieder ein Wandertag angesagt. Wir fuhren zum Abel Tasman Nationalpark, welcher bekannt ist für einen der Great Walks in Neuseeland.
Natürlich haben wir (leider) nicht den Great Walk gemacht, dafür hatten wir einfach nicht genug Zeit und auch gar nicht die Ausrüstung. Stattdessen buchten wir uns eine Bootstour entlang der ganzen Küste vom Nationalpark. Wahnsinn, ich habe noch nie so goldenen Sand gesehen! Wir konnte zahlreiche Buchten mit türkisfarbenem Wasser und steile, bewaldete Klippen vom Boot aus betrachten. Auf einer kleinen Insel in der Nähe der Küste haben wir sogar ein paar Seelöwen und per Zufall sogar einen kleinen Zwergpinguin mitten im Wasser gesehen! So süß! 😍

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goldener Sand

Am Ende des Parks drehten wir schließlich wieder um und fuhren den ganzen Weg bis zur Barks Bay zurück, denn von dort wollten wir unseren kleinen Tagesmarsch starten, der ca. drei Stunden gehen sollte.
Der Walk war ganz schön anstrengend, denn es ging auf und ab und auf und ab, mit dem Antibiotikum im Körper nicht ganz so optimal… Aber das war es wert! Denn die Natur war so einzigartig und vor allem auch so anders als zu dem, was wir alles im Süden der Südinsel gesehen haben. So viel grün,so viel blau, so viel gelb. Wald, Meer und Strand, wirklich schön. 😍

An einer Stelle wurde es dann spannend. Wir konnten entscheiden, ob wir weitere anderthalb Stunden im exotischen Wald entlang wandern oder ob wir eine Abkürzung von nur einer halben Stunde nehmen und dafür bei Low Tide über den Strand watten. Wegen dem Zeitdruck zum Boot zu gelangen und auch wegen ein bisschen Faulheit (hihi😁), haben wir uns natürlich für die Abkürzung entschieden. Ich meine, vor allem wenn es schon mal Low Tide ist… 😄😄😄
Der Sand war nur etwas feucht und an einer Stelle war doch noch ein breites Stück mit Meerwasser, dass wir aber gut, trotz ein paar nasser Spritzer und nasser Stellen, gut mit einem großen Sprung bewältigen konnten. Die Wanderschuhe konnten angelassen werden, juhu! … Dachten wir. Denn nach ein paar weiteren Metern kam dann ein unumgehbarer, großer, breiter „Fluss“. Okay, es klingt dramatischer als es war, dennoch versuchten wir irgendwie die dünnste Stelle zu finden und die Wanderschuhe anzulassen. Zwar schien die Sonne, aber es war doch noch sehr kalt im Wasser und mit Sand in den Füßen wieder in die Schuhe, darauf hatten wir nicht so Lust… Wir wurden jedoch dann von einem sehr gut gelaunten Mann, der auf seinem Boot auf dem Sand (macht ja mal gar keinen Sinn, grrrr) ausgelacht und wir wurden darauf hingewiesen, dass wir keine Wahl haben und die Schuhe ausziehen müssen. Oh man, wir beugten uns der Natur und watteten durch das eiskalte Wasser und über tausend scharfe Muscheln bis uns unsere gefrorenen und schmerzenden Füße endlich wieder zum festen Wanderweg schleppten. Hätten wir uns von Anfang an leichter machen können, haha. 😅
Wir zogen unsere Schuhe wieder an, durften sie nach zehn Minuten jedoch wieder ausziehen, da wir in der Anchorage Bay ankamen und durch das Wasser ins Boot hüpfen mussten, grrr.😑

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kleiner Seestern – Lieblingsbild made by Sarah/Laura

Wir düsten zurück, fuhren zu unserer Bleibe und nutzen den restlichen Abend wieder zum Beisammensitzen, Essen und Quatschen.
Freitag war der nächste Halt: Kaikoura.
Auf dem Weg nach Kaikoura fuhren wir einen hübschen Highway an der Küste entlang und konnten erneut Seelöwen spotten, die sich auf den Steinen in der Nachmittagssonne entspannten. Schon komisch, einfach so Seelöwen am Straßenrand zu sehen!

Wir kamen in unserem wunderschönen Hostel an, nutzen die restliche Sonne für einen kleinen Walk durch das süße Kaikoura und verbrachten einen entspannten Abend mit leckerem Essen und netter Gesellschaft. Wir unterhielten uns mit einer deutschen Reisenden, die zuvor Australien und anschließend Neuseeland für mehrere Monate bereist hat. Wahnsinn, was sie alles schon gesehen hat! Die Chance ließen wir natürlich nicht ungenutzt, wir holten uns ein paar Tipps und Empfehlungen für unseren Australienaufenthalt („Vorsicht mit Kakerlaken – sie sind überall!“😳) und ich mir noch dazu ein paar Hinweise für die Great Walks, die ich noch vor habe.

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Blick vom Hostel

Sarah, Hannah, Laura und ich – Anouk blieb im Bett – hüpften Samstagmorgen früh aus dem Bett, um erneut einen Sonnenaufgang zu sehen. Von wegen Reisen ist entspannend, hier ist nichts mit Ausschlafen! 😂
Diesmal mussten wir aber keine fünf Stunden einen Berg hochkraxeln, sondern konnten mit dem Auto entspannt einen kleinen Hügel hochfahren. Puh, noch so eine Riesenänderung hätte ich glaube nicht gepackt!

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Anschließend ging es für Laura, Sarah und mich weiter auf die berühmte Whale Watching Tour Kaikouras, während Hannah und Anouk die Babyseelöwen an einem Wasserfall anschauen wollten – die hätten wir auch so gerne gesehen, aber die Waltour hatte Vorrang. Und wir wurden nicht enttäuscht! Satte drei Pottwale und dazu noch hunderte, und ich untertreibe nicht, es waren wirklich hunderte!!, Delfine durften wir vom Boot aus mit voller Faszination und offenen Mündern beobachten. Nachdem die Pottwale ein wenig an der Oberfläche entspannt haben (laut Crew gibt es sogar wohl einen Wal, der gerne mal an der Wasseroberfläche einschläft und für Stunden dort rumhängt, hihi), tauchen sie wieder in die Tiefen des Meeres ab. Dabei machten sie ihren Special Move: Schwanzflosse hoch, schön in Szene setzen und dann ist der Wal auch schon weg. Ich dachte irgendwie, dass machen die nur ganz selten und ich habe mich schon total gefreut, dass wir so ein Glück hatten! Aber nein, sie machen es jedes Mal vor dem Abtauchen, haha. Wieder was gelernt! 😄

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Hannah und Anouk sammelten uns vom Wale Center auf und es hieß erstmal: Essen, was sonst! Wir überlegten nicht lange wo es hingehen sollte: Es kam nur Fish’n’Chips in Frage, denn in Kaikoura soll es angeblichen die ersten und die besten Fish’n’Chips auf der Südinsel geben. Joa, sie waren ganz okay. Nichts übertrifft die Fish’n’Chips, die ich vor Jahren mal in London gegessen habe! 😁

Wah!!! Schon Samstag! Plötzlich realisierten wir alle wieder, dass unser Roadtrip dem sicheren Ende entgegen kam, denn wir machten uns auf eine kurvenreiche Fahrt nach Christchurch, unserer Start- und Endpunkt unseres Südinseltrips. 😢
Wir genossen den Sonntag, unseren letzten Tag als kinderlose Au Pairs in der Art Gallery Christchurch.jpgund dem botanischen Garten von Christchurch.
Ich kannte die Stadt ja schon von meinem ersten Judowettkampf im Mai. Zwar gefiel mir die Stadt nicht sehr, aber der Botanische Garten ist wirklich schön und die Kunstgalerie war auch wirklich sehenswert. Zwischen den ganzen Naturwundern war es außerdem eine tolle Abwechslung mal wieder etwas Kunst und Kultur zu sehen, hehe. Die anderen fanden es glaube nicht so spannend, wie ich, haha! 😝
Dann mussten wir auch schon los zum Flughafen, um Anouk zu ihrem frühen Flug zu bringen und um das Auto abzuliefern. Am Nachmittag ging dann auch endlich unser Flug und es hieß Goodbye South Island und Hello, Sweet Home North Island!

Im alten Auckland angekommen gaben wir dann schließlich für den Transfer nach Hause den letzten Cent unserer Reisekasse aus. Perfekt, würde ich meinen!
Am Britomart, dem Zentralen Treffpunkt Aucklands, hieß es dann schweren Herzens Tschüss an den Rest meiner Reisegruppe und es kam eine lange Busfahrt nach Hause…

Zwei Wochen auf der Südinsel fühlten sich viel, viel zu kurz an! Unglaublich, was Neuseeland alles zu bieten hat und was die Natur so drauf hat, wie gigantisch, riesig und einfach atemberaubend die Natur ist. Die Nordinsel hatte mich schon umgehauen, aber die Südinsel hatte mir im wahrsten Sinne des Wortes den Rest gegeben. Ich kann bis jetzt nicht alles verarbeiten, haha!
Ich bin zudem auch wirklich froh, so eine tolle Reisecrew gefunden zu haben – wir haben uns alle über Facebook und Skype zusammen gefunden und sowas kann ja mal ganz schön in die Hose gehen! Ich meine bei fünf Leuten muss mindestens ein Grinch dabei sein. Jeder hatte mal so seine fünf Minuten, das darf man jetzt mal nicht leugnen, aber ansonsten kann ich mich nicht beschweren! Und sobald man coole Leute dabei hat, dann hat man auch schon die halbe Miete! ❤️❤️❤️ Danke dafür! 🙂

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Bestes und lustigstes Bild von un allen. Ich habe mein Kopf angelehnt und jetzt sieht es so aus, als wäre er abgehackt, haha !

NEW ZEALAND, du hast mal wieder bewiesen, dass du einfach nur AWESOME bist!
Südinsel, SEE YOU LATER!

xxxx

 

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