Der wilde Westen / Edition: Neuseeland – South Island Road trip Pt. 4 ðŸ’¨ðŸŒŠðŸ’¦

Kia Ora, ihr Lieben!

Bevor wir unsere lange Fahrt entlang der Westküste der Südinsel starteten, machten wir einen kurzen Halt im historischen Arrowtown. Arrowtown ist ein kleines Dörflein, daher in Neuseeland eigentlich nichts besonderes. Aber es ist unheimlich schön und hat einen besonderes, entspanntes Flair und ist deswegen wirklich sehenswert: Süße, historisch künstlerische Häuschen reihten sich auf der kurzen Hauptstraße nebeneinander. Trotz Zeitdruck und langsamer aufkommender Geldnot (😂) beschlossen wir uns glatt in ein kleines Café zu setzen und ein wenig von Arrowtowns ruhigen und gediegenen Atmosphäre aufzusaugen. Kaffee, Kakao und Crépes, lecker! 👌🏻

Wir fuhren einen unendlich langen Weg weiter bis Franz Josef, unserem nächsten Halt. Stundenlang kurvten wir auf einer einzigen Straße entlang, bis wir am frühen Abend, aber leider schon in tiefster Dunkelheit in unserem Hostel ankamen. Ein Walk war leider nicht mehr drin, deswegen kochten wir gemütlich unser Essen und saßen noch etwas beieinander. Mir ging es immer schlechter, weswegen wir noch beschlossen die Healthline Neuseelands anzurufen und um Rat zu fragen. Arzt oder einfach nur Hustensaft? Wirklich Lust auf einen Arztbesuch hatte ich nicht, schließlich hatten wir einen relativ straffen Zeitplan und stundenlang beim Arzt zu sitzen – so wie man es aus Deutschland kennt -, nein danke! Doch sowohl die Frau am Telefon, als auch meine Mutter überzeugten mich, dass es die bessere Wahl ist, mich durchchecken zu lassen. Den Walk zum Gletscher am nächsten Tag konnte ich sowieso abblasen. Schade! 😕
Stundenlang googelte ich daher, wo denn der nächste Arzt an der Westküste ist. In Franz Josef war keiner bis zum Donnerstag da (da frage ich mich, wie die das machen, wenn wirklich einer schwerkrank wird…) und das nächste Medical Center ist in Greymouth, ca. drei Stunden Fahrt von unserem Hostel. Letztendlich konnten wir eine kleine Arztpraxis in Harihari ausmachen, die nur eine Stunde entfernt war und zu der ich mich morgen aufmachen musste… In Deutschland ist man das nicht gewöhnt und man kann es sich nicht vorstellen, aber hier ist es wirklich ein Akt ein ordentliches Krankenhaus, geschweige denn einen Arzt zu finden!

Hannah und ich (Hannah hatte auch einige Leiden – man, uns hat es echt erwischt) blieben also am Montagmorgen im Hostel und genossen so weit es ging einen ruhigen Vormittag, während der Rest zum Franz Josef Gletscher gelaufen ist. So gerne wäre ich mitgegangen!
Danach fuhr mich Laura nach Harihari zum Arzt, der Rest blieb da und Sarah machte sogar einen Sykdive! Aaaaaah, den wollte ich dort eigentlich auch super gerne machen, doch die Gesundheit ging vor. Sarah zeigte mir im Anschluss das Video, mega cool! Mein Sykdive kommt noch (VIVI!!!!)! 🙂

In der Arztpraxis stellte sich dann heraus, dass nur eine Krankenschwester vor Ort war. Besser als nichts! Ich erhielt ein Asthmaspray und eine Ladung Paracetamol und Ibuprofen, die ich in einer unmenschlich hohen Dosis zu mir nehmen sollte und wurde wieder Heim geschickt, hm. Die hohe Dosis an Tabletten kannte ich von meinen Gasteltern schon, doch mit so viel Tabellen fühlte ich mich (und meine Mutter auch und Laura auch etwas) damit nicht wirklich. Nichtsdestotrotz probiere ich den Tag lang während der Fahrt von Franz Josef nach Greymouth, unserem nächsten Halt, das Asthmaspray aus. 😐
Spät am Abend kamen wir in unserem interessanten und speziellen Hostel an. Niedlich und süß, mit Frühstück inklusive! Jedes Zimmer hatte sein eigenes Tiermotto, wir waren im Tigerzimmer, hihi. Wir hüpften sofort ins Bett, denn wir waren alle geschafft vom Tag und der Fahrt.

Dienstagmorgen wollten wir sofort wieder weiter fahren, Greymouth sollte nur als kleiner Zwischenstopp dienen. Doch mir ging es immer noch nicht besser, weswegen ich dann den Roadtrip erneut etwas bremsen musste: ich musste nochmal zum Arzt. Das Medical Center war diesmal um die Ecke und ich hatte sofort einen Termin am Morgen. Endlich ein richtiges „Krankenhaus“!
Ich erhielt (endlich) ein Antibiotikum und mir wurde auf meine Frage, ob denn 4000mg Paracetamol und 1000mg Ibuprofen am Tag wirklich in Ordnung (verschriebene Dosis der Krankenschwester in Harihari) wären, geantwortet: „Ja klar, das kann man im Krankheitsfall mal machen“. Hm, okay, klingt schon etwas viel und nicht wirklich gesund… Naja, die Neuseeländer ticken halt etwas anders!

Nachdem ich erneut eine dicke Arztrechnung zahlen musste, konnte der Roadtrip weiter in den Norden fortgesetzt werden. 💪🏼
Die Fahrt war wieder super lang und sehr verregnet. Eigentlich wollten wir uns auf halber Strecke die Pancake-Rocks anschauen, aber der Regen machte uns einen dicken Strich durch die Rechnung. Stattdessen haben wir uns wieder in ein Café gesetzt und eine heiße Schokolade geschlürft, um den heftigen Regensturm abzuwarten.
Unglaublich, wie sich auf der weiteren Fahrt die Natur geändert hat! Während weiter im Süden sich die Berge um die Wette mit Schnee und ganz kahl in die Höhe streckten , machten sich auf dem Weg in den nördlichen Teil der Westküste breite, kleinere Berge und ein Urwald, fast schon ein Regenwald, gegenüber vom Meer breit. Kleine Wege führten in die Wald hinein und man konnte alle paar Kilometer kleine Dächer von kleinen Häuschen zwischen den Bäumen ausmachen. Ich fühlte mich, als wäre ich wieder am East Cape, nur dass alles um das fünffache größer und gigantischer ist!

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Bye, bye snow caps!

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Picton

In Nelson angekommen, schlenderten wir nur kurz in der Innenstadt umher und Hannah und Anouk gönnten sich im Kaffee eine Kleinigkeit bevor wir weiter nach Picton düsten.

In Picton fackelten wir nicht lange, wir machten uns sofort auf in die kleine süße Innenstadt, um uns mal ein bisschen umzugucken – nicht nur zum shoppen, natürlich! Danach brachen zu den Nelson Lakes auf, wir hatten schließlich noch gutes Wetter und das darf man nicht ungenutzt lassen. Der berühmte Steg an dem See gehört wohl zu den meist fotografierten Stegen der Welt, haha. Aber verständlich, man hat so einen wunderschönen Panoramablick in die Berge!

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Was geht?

Wir fuhren zurück ins Hostel und es wurde auch schon wieder dunkel… Das hieß: kochen, quatschen und ab ins Bett! 😝

Abel Tasman Nationalpark, wir kommen! 🚙

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