All Blacks v Wales und den Meerjungfrauen auf der Spur 🏈🐬

Kia Ora, ihr Lieben!

Ich hänge noch immer ein bisschen mit den Einträgen hinterher, shame on me! 🙈

Das Wochenende vom 11. und 12. Juni bin ich mal in Auckland geblieben und ein entspanntes Wochenende verbracht! 🙂

IMG_1636.jpgAm Samstagmorgen stand für mich zu Beginn Babysitten an. Zusammen mit Willow ging es zum Ballett, was einfach nur super süß war! Herrlich, wie die kleinen Mädels in ihrem linken Ballett-Gewand von einem Fuß auf den anderen hüpfen! 😍
Danach haben wir noch Lincoln aufgepickt und sind gemeinsam zum Schwimmen gefahren. Das war nicht so leicht, wie ich gehofft hatte, Lincoln war nicht ganz in Schwimmlaune. Aber es ließ sich alles noch irgendwie richten und er hüpfte am Ende doch noch für 5 Minuten ins Wasser, yeah! 💪🏼
Ich habe die Kinder Zuhause abgesetzt und mich danach mit Jana in einem deutschen Café bei mir um die Ecke getroffen. Wir gönnten uns dort ein leckeres Mittagessen: deutsche Pancakes und deutsche Currywurst. Und man, ich das euch, DAS war wirklich eine deutsche Wurst! Die hat wirklich (fast) wie Zuhause geschmeckt! Yummy! ❤️

Und schon kam auch das Event des Abends näher: ein richtiges Rugby-Game mit der Nationalmannschaft und dem Weltmeister, den All Blacks. 😎
Zwar war ich schon bei einem Rugby-Spiel (Auckland gegen Wellington), aber die All Blacks wollte ich mir nicht entgehen lassen und das erste Spiel, was ich gesehen habe, hat auch schon richtig gefetzt.
In einer großen Mädelsgruppe fuhren meine Lieblingstravelbuddies Annika, Charlie und ich zum Stadion in der Stadt, die gute Laune und das All Blacks Trikot im Gepäck – jaja, ich habe mir in Wellington so einiges gegönnt… 😆
Alles war gepackt voll, Menschen überall, gekleidet in grün oder schwarz. Kein Wunder, das Stadion war auch einfach ausverkauft, denn alle wollten die All Blacks spielen sehen.

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Und da saßen wir auf unseren Plätzen – richtig gute sogar!! – bewaffnet mit Zimtdonuts und Bier (hihi) und warteten, dass es endlich losging.
Nachdem alle eingelaufen sind und die Hymnen gespielt wurden (Neuseeland hat eine sehr schöne Hymne!) kam der Moment: der berühmte Haka der neuseeländischen Rugby-Mannschaft. Woah! Der traditionelle Tanz der Maoris ist schon so wirklich der Hammer, aber in diesem riesigen Stadion von diesem starken, kraftvollen Team… Wir haben alle den Atem angehalten und hatten Gänsehaut! 😳
Und dann ging das Spiel los. Wir müssen zugeben, so viel von Rugby wissen wir nicht, also die grundlegenden Regeln schon, aber die tausend Sonderregelungen… Da gibt es wirklich unheimlich viele. Also zu 80 Prozent des Spiels haben wir nicht ganz durchgeblickt, haha. 😆😆😆

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Nichtsdestotrotz hatten wir unseren Spaß und es war auch wirklich spannend! Die Stimmung war auch wirklich klasse: La-Ola-Wellen, gute Laune und viel gejubelt. Wobei ich sagen muss, dass bei Fußballspielen es auf jeden Fall mehr abgeht! Es hat wohl einfach an den gewohnten Gesängen gefehlt.😝 Aber, das muss man hervorheben, man hat nie irgendwie mal ein „Buh“ oder andere negative Ausrufe vom Publikum gehört. Unvorstellbar, oder? Neuseeland ist einfach so relaxed und nett, selbst wenn das Foul ungerecht war haben alle geklatscht. 😃
Das Spiel endete 39 Punkte zu 21 Punkten für die All Blacks. Yeah! Alle gingen mit guter Laune Heim bzw. Feiern, denn der Abend war für uns noch nicht vorbei! Es ging ab in den nächsten Club, wohoooo! Auf dem Weg dorthin haben wir, wie immer, tausend andere Au Pairs getroffen. Das ganze Stadion schien nur durch Au Pairs gefüllt gewesen zu sein, haha!

Das darauffolgenden Wochenende (17. bis 19.6.) dagegen ging es endlich wieder auf einen Trip! Wir alle vom Bay of Island Trip (Erinnerung: 10 Mädels) haben uns wirklich gut verstanden. Der Großteil, also 9 von 10 (ich bin die einzige die ein Jahr von all denen bleibt), fliegt jetzt bald wieder Heim, da sie nur 6 Monate in Neuseeland bleiben. Da haben wir beschlossen nochmal gemeinsam einen letzten Wochenendtrip zu unternehmen. Und dafür suchten wir uns Matapouri aus.
Zu siebt fuhren wir letztendlich am 17.6. hoch in den Norden zu unserem sogenannten „Holiday Home“, ein Urlaubshaus bei AirBnB, zwei Straßen vom Strand. Eine richtig coole Bude für uns Mädels! 😎
Anfangs gab es ein paar Schwierigkeiten das Wasser anzustellen, aber nachdem wir mehrere Spinnweben und Staubfäden mitgenommen haben, haben wir auch das gemanaged. 👍🏼

Wir haben uns eingerichtet, die Betten aufgeteilt und schon die ersten Snacks vernichtet. Man, man, man! Nie kann man sich mal zusammenreißen und vernünftig sein! 😁
Alele gingen dann schon ins Bett, nur Charlie, Annika und ich haben uns noch nicht ganz so müde gefühlt und haben erstmal ein Bier geköpft, hihi. 😝 Wir quatschten und quatschten und quatschten und als wir dann mal auf die Uhr geschaut haben war es schon 5 Uhr morgens! Oh je, wir wollten doch morgen, äh heute meine ich, 7 Uhr wieder aufstehen, um die Mermaidpools zu sehen! Also ab ins Bett für uns, obwohl wir wussten, dass das alles eigentlich gar keinen Sinn mehr machte. Aber ein bisschen Schlaf war doch für uns nötig.

Der nächste Morgen war, wie angekündigt, sehr hart für uns drei. Müde, erschöpft und etwas grimmig schleppten wir uns aus dem Bett und frühstückten gemeinsam mit den anderen Mädels. Und dann machten wir uns auch schon auf zu unserem ersten und im Grunde auch einzigen Punkt auf unserer Muts-Do-Liste in Matapouri: zu den Meermaidpools. Das ist sozusagen ein Pool im Meer, der aus Steinen begrenzt wird. Wir haben Bilder davon im Internet gesehen und waren uns sicher, dass wir da unbedingt hinmüssen.

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der Aufstieg

Aber der Weg dorthin ist gar nicht so leicht. Zum einen muss man darauf achten, dass low tide ist, da man sonst ein kleines Stück am Anfang durch das Meer schwimmen müsste. Das hatte beim letzten Mal schon nicht geklappt, weil wir diese Zeiten nicht ganz verstanden hatten… Gott sei Dank klappte es aber dieses Mal!
Des Weiteren war der Auf- und Abstieg gar nicht mal zu unterschätzen. 20 Minuten lang kraxelte man erst an einem Seil einen kleinen Berg hoch und stolperte ihn dann wieder hinunter bis man endlich bei den Mermaidpools angekommen ist. Ein wunderschöne Aussicht auf das unendliche Meer und dann diese coolen Rocks, die wirklich wie ein Pool aussehen! Richtig schön! 😍 Dennoch muss ich sagen, dass wir etwas enttäuscht waren, denn wie auf den Bildern sah es nicht wirklich aus, nicht so zauberhaft und wohlgeformt. Immer dieses Photoshop in allen Bildern! Schrecklich!
Wie auch immer, schön war es trotzdem. 😊 Da saßen wir auf den Steinen und haben uns eine Pause mit dem Wahnsinnsausblick und einer geliehene Fotosession (natürlich, was sonst!) gegönnt. Zwei unserer Mädels sind auf Entdeckertour gegangen und haben tausend Fotos geschossen, wobei der Rest (und besonders Annika, Charlie und ich) uns einfach in dem Bombenwetter gesonnt haben. Charlie und ich sind dann auch mal für ein paar Minuten den kurzen Weg vom Steinplateau runter zu dem Pools geklettert, um sie genauer zu betrachten.

Nach einer Stunde machten wir uns wieder auf dem Heimweg und kletterten den ganzen Weg zurück zu unserem Ferienhaus. Puh, das war eine Wanderung. Das hieß erstmal Mittagsschlaf für mich und die anderen zwei, haha. Doch dann kam erstmal der Knaller. Die zwei Mädels, die auf Entdeckertour gegangen sind, sagten uns dann, als wir ZUHAUSE waren, dass wir die ganze Zeit gar nicht die richtigen Mermaidpools gesehen haben. Denn die waren nochmal um die Ecke, hinter den großen Felsen versteckt. „Und das sagt ihr uns erst jetzt???“, „Naja, wir haben euch gewunken, aber keiner hat reagiert, deswegen dachten wir ihr wollt nicht kommen.“. Grrrrr, das hat mich echt ein bisschen sauer gemacht. 😡😡😡😡  Kein Wunder, dass wir  von dem  Mermaidpools jetzt gar nicht so beeindruckt waren. Das waren die nämlich gar nicht! Das erklärt einiges.
Aber kurz bevor wir heimgewandert sind, hätten sie doch auch nochmal was sagen können! Sowas kann ich wirklich nicht verstehen… Naja. Wir hätten ja auch mal ein bisschen die Gegend erkunden können, aber wir waren einfach alle zu fertig von dem langen Abend davor.

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Das restliche Wochenende bestand dann eigentlich nur noch aus Einkaufen, relaxen, kochen, backen, beisammensitzen, letzte Fotos zusammen machen und trinken. So ein Wochenende war mal nötig! Weg von den Familien, aber auch nicht auf einen anstrengenden Trip, sondern einfach mal abschalten! 😏 Und dafür war Matapouri auch  toll: wunderschöner Strand, tolles Wetter und gar nicht so viel zu tun. Und da ist manchmal am besten!

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Matapouri – einer der schönsten Strände Neuseelands

Auf dem Heimweg machten wir einen kleinen Stopp bei den Whangarei Falls, bis wir uns dann schließlich an der Busstation alle trennten und uns „Tschüss, wir sehen uns in Deutschland“ sagten. Ach man! Alle gehen jetzt, das macht mich wirklich ganz schön traurig… 😢 Immerhin habe ich Annika und Charlie noch ein kleines bisschen länger, denn sie sind noch 2 bis 3 Wochen hier und reisen dann auch noch in Neuseeland herum. Und ich habe ja auch noch ein paar andere Au Pair Freunde bei mir in der Nähe, sowie die ganzen Mütter und Nannies, die ich in der ganzen Zeit schon kennen gelernt habe. Bald gehe ich sogar mit zwei Müttern, mit denen ich immer vor der Schule quatsche, in einem Restaurant Essen, total cool! 😝

Aber kaum zu glauben: 6 Monate sind jetzt schon um! 6 Monate lebe ich nun schon in Neuseeland und in erst 6 Monaten geht es für mich wieder nach Hause. 😳 So schnell ist die Zeit für mich gar nicht so vergangen… Glaube ich. Das einzige was ich wirklich sagen kann, dass ich jetzt schon so viel erlebt habe, gutes und schlechtes, und so viel gelernt habe, das ist der Wahnsinn! Und ich habe in einem halben Jahr noch nie so viel Geld ausgegeben, haha. Aber darüber wollen wir mal gar nicht nachdenken. 😲😅
Das nächste halbe Jahr wird aber bestimmt super schnell vorbeigehen. Ist es nicht immer so, dass das Ende dann doch immer schneller näher kommt, als man denkt?

Unfassbar!

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Viola

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WE ❤️ NEW ZEALAND!

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Windy Wellington 💨💨💨

Kia Ora, ihr Lieben!

Endlich war es soweit, für Charlie, Annika und mich ging es in die Hauptstadt Neuseelands, von der unheimlich viele schwärmen: Wellington! 😆
Vom 4. bis 6.6. war mal wieder ein verlängertes Wochenende (YEAH!), welches wir unbedingt nutzen wollten. Da wir uns natürlich die billigsten Füge schnappen wollten, nutzten wir ein JetStar-Angebot und sind nach Absprache mit unseren Gasteltern schon am Freitag, dem 3.6. um 5 Uhr morgens losgeflogen. Mega cool, dass das geklappt hat! 👍🏼

Am Donnerstagabend machte ich mich also samt fettem Backpack auf in die Stadt, um bei Charlie und Annika zu schlafen. Meine Gastmutter hat sich mal wieder nicht eingekriegt, wie viel Gepäck ich denn für vier Tage mitnehme. „OMG, Viola! You are just staying for a couple of nights!“ Jaja! Den Fehler des sparsamen Packens (wenn es noch nicht nötig ist, wohl gemerkt) hab ich beim ersten Roadtrip gemacht! Man weiß in Neuseeland nie! 😨 Ich muss für alles gewappnet sein und vor allem habe ich gehört das Wellington ganz schön windig und unberechenbar (wie der Rest von Neuseeland) sein kann.

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Gepäck für 3 bis 4 Tage, hihi

Die lieben Gasteltern von Charlie haben uns zu einer unchristlichen Zeit am Flughafen abgesetzt. „Why are you actually flying so early to Wellington?“ fragte des Gastdad von Charlie. „We want to use the as much as possible of the day!“. „You do know that the shops open at 9?“ …. „Wer hatte nochmal den Flug so früh gebucht?“ Ich war es nicht, hihi! 😝 Aber gar nicht schlimm für uns, wir werden schon was finden was wir machen können und ab ging es in die Luft. Nach ca. einer Stunde kam es zur Landung, auf die wir ganz schön gespannt waren. Denn Wellington soll so windig sein, dass die Landungen manchmal ganz schön holprig und knifflig werden können. Unsere Ladung war aber einwandfrei, was uns irgendwie etwas enttäuscht, haha. 😃

 

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Auckland von oben 

Mit dem Bus ging es weiter in die Stadt. Mensch, das Wetter war bombastisch! Viele haben sich immer beschwert, dass Wellington einfach zu kalt, windig und regenreich sei. Aber wir haben ein Bombenwochenende abbekommen. 😎 Sonne weit und breit, nur kleine Wölkchen am Himmel. Vielleicht war das auch der Grund, warum wir schon auf dem Weg dorthin hin und weg waren von Wellington! Es ist eine hübsche Stadt, alles geordnet und dekoriert. Es ist irgendwie alles ein bisschen europäischer und mehr wie eine Kleinstadt aus Deutschland. Aber wir wollten uns nicht schon jetzt in Wellington verlieben, wir waren gerade Mal 10 Minuten im Bus! 😅
Wir suchten uns erstmal ein leckeres Plätzchen zum Frühstücken. Wir liefen zu einem sehr bekannten Café namens Fidel und gönnten uns einen leckeren Einstieg in unseren Trip.
Weiter ging es etwas durch die Stadt bummeln und es gefiel uns immer mehr. Fußgänger-Shopping Straße, künstlerische Skulpturen, bemalte Häuser. Das Zentrum von Wellington ist schon groß, aber zu Fuß gut zu erlaufen. Sowas mag ich sehr gerne, da ich es aus meiner Heimatstadt gewohnt bin. 😏In Auckland ist alles sehr zerstreut und nicht so Fußgängerfreundlich, wie ich finde. Man muss und kann vieles nur per Auto machen, was einen manchmal ganz schön an den Nerven nagt. Die ganze Stadtstruktur gefiel mir und auch den anderen in Wellington einfach besser und ließ einen wohl auch einfach etwas in Heimatserinnerungen schwelgen, hihi.😇

Doch wir hatten am ersten Tag (noch) einen knappen Zeitplan. Wir haben noch von Zuhause aus eine Movietour per Bus durch Wellington gebucht. Denn es ist nicht nur die Hauptstadt Neuseelands, sondern auch bekannt für die vielen Drehorte und die filmische Produktion von Herr der Ringe und dem Hobbit. Das mussten wir auf jeden Fall machen!

Die Tour war cool, wir sind zu den Orten gefahren, an denen bestimmte Szenen gedreht wurden und standen dadurch auf Stellen, wo die Stars mal gestanden haben, aaaaaaah!!! (Fan-Alert, hihi! Dabei bin ich nichtmal so mega der Herr der Ringe Fan anfangs gewesen). Ein bisschen viel für den Preis war es dennoch, denn man war zwar an der Orten, aber die ganzen Sets existieren ja schon lange nicht mehr, auch wenn man irgendwie gehofft hatte, dass man doch noch etwas davon entdecken kann. 😁 Stattdessen hat der Guide die Bilder während der Drehzeit des Films gezeigt als auch interessante Making Of’s erläutert, und erklärt. An sich also eine tolle Erfahrung. Besonders der Teil, bei dem wir uns als Gandalf und Legolas ausgeben durften (inklusive Zaubererstab und Pfeil und Bogen, mit offizieller Filmpose an den tatsächlichen Drehorten) hat uns besonders gut gefallen! 🙈

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Mittags mal ein Gandalf… (Gandlaf ist dort im Film tatsächlich lang gelaufen!)

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…und am Nachmittag ein Legolas! (Orlando Bloom stand auf diesem Stein!)

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How do you call a photograph of a Hobbit? – FRODOgraf!

 

Nach der Tour hat uns dann unser Host für das Wochenende abgeholt und wir haben den Abend entspannt ausklingen lassen. Charlie Gasteltern haben Verwandte in Wellington bei denen wir die Nächte verbringen durften. Super cool! Wir lagen zwar weiter außerhalb (Lower Hutt) vom Stadtzentrum, aber die Busverbindung war immer noch gut und die Hosts (Onkel und Tante) waren einfach klasse! Soviel Gastfreundschaft habe ich selten erlebt. Wir wurden hingefahren und abgeholt, wenn wir wo hinmussten, wir wurden bekocht, sie haben unsere Betten vorbereitet und uns so viel angeboten, das war Wahnsinn! ❤️ Sie waren bzw. sind so offen und freundlich, wirklich schön. Das hat uns unheimlich gefreut. Vor allem hat uns die Tante dann am nächsten Morgen angeboten, dass wir ihr Auto die nächsten Tage für unsere Stadterkundung nutzen dürfen, da sie es selber kaum verwendet. Woah! Wer bietet denn drei Mädels, die sie kaum bzw. eigentlich gar nicht kennen, ihr Auto für ein ganzes verlängertes Wochenende an??!! Keiner würde das in Deutschland machen. Und so war auch schon die Organisation von Busfahrplänen und Bustickets gespart, hihi. (Dafür ging die zeit und das Geld für die Parkplatzsuche und -zeit drauf). ☺️

Den Samstagmorgen sind wir, trotz vieler Pläne und Ideen, entspannt angegangen. Wir haben erstmal ausgeschlafen und haben uns ordentlich viel Zeit gelassen (was leider auch in den nächsten Tagen zu einer schlechten Angewohnheit wurde…). Nach einem leckeren Frühstück, wieder von den beiden zur Verfügung gestellt (so lieb!), sind wir auch schon wieder in die Stadt gehuscht, um dort zwei andere Freunde zu treffen, die auch das Wochenende in Wellington verbringen. Zusammen sind wir auf einem Saturdaymarket gegangen, auf dem es viele DIY-, Second-Hand- und Vintagekleidung/-objekte zu kaufen gab. Es gab so viele wahnsinnig schöne Sachen… Leider denkt man sich bei allem nur, dass es sich eh nicht lohnen würde es zu kaufen, da man es wahrscheinlich sowieso nicht nach Deutschland bekommt… Grrrr. 😳
Was wir uns aber gegönnt haben war natürlich Essen! Das ist ja bekanntlich sehr gut auf solchen Markets. Weiter ging es für uns alle dann wieder Mal in die Stadt. Und erneut haben wir viel zu viel Geld ausgegeben. Solche Städteurlaube (auch wenn es in Neuseeland ist) gibt an einfach zu viel Geld aus ! 😂
Danach sind wir weiter zum Weta-Workshop. Weta-Workshop ist ein neuseeländisches „Künstler“-Unternehmen, welches Dienstleistungen für Filmprojekte wie Design-Entwürfe, Makeup-Effekte, Requisiten, Kreaturen, Puppen, Miniaturen, Modelle und Großskulpturen anbietet. Besonders bekannt ist es an der Mitwirkung bei Herr der Ringe, der Hobbit und Avatar.
Dort haben wir eine Führung durch die Produktions- Kreativität- und Lagerräume (die meistens eh durchbilde waren) gemacht und WOW! Wir waren alle begeistert! Unglaublich, was man alles kreieren kann, was wirklich hergestellt wurde und keine Animation war, wie viel Arbeit hinter einem einzelnen Requisit ist, wie viele Tausende davon hergestellt werden und wie das ganze am Set vor allem auch abläuft. Wir haben so viele interessante Dinge darüber erfahren und so viele wahnsinnige Dinge gesehen: Handgefertigte Gesichter, dessen Gesichtsmuskeln per Kabel mit einer Fernbedingung verbunden sind, welche so präzise die Gesichtszüge bewegen kann. K. R. A. S. S. !
Ich kann nur jedem empfehlen der nach Wellington geht, dass er diese Tour auf jeden Fall machen sollte. Mich persönlich interessiert sowas aber auch wirklich sehr. 😄

Am Abend entschlossen wir uns ein großes Dinner zu gönnen. Und ich sag euch, wir haben es uns richtig gegönnt! Wir sind zu einem deutschen Restaurant namens „München“ gegangen und haben ordentlich reingehauen: eine Maß Bier, Brot mit Wurst, Leberkäse und Aufstrich, Brezeln mit Obatzter, Weißwurst, Sauerkraut, Spätzle, Knödel, Schwarzwälderkirschtorte usw. …. Natürlich haben wir uns alle zusammen in die einzelnen Gerichte geteilt, da hätte wir sonst niemals geschafft! Es war so lecker, aber Zuhause ist es ja bekanntlich eh einfach am besten!  😍

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Vorspeise ist schon verschlungen!

Zum Abschluss sind Charlie, Annika und ich noch in eine Bar und haben einen leckeren Cocktail getrunken. Dann sind wir aber auch schon wieder Heim, wir waren einfach müde, etas krank und nicht in Feierlaune (ich wurde von Odile dafür aber angeschnauzt, schließlich sei Wellington DIE Partystadt! Ups!). 😲

Sonntagmorgen haben wir, trotz Wecker, länger geschlafen und uns viel Zeit gelassen. Man, das Wochenende waren wir echt faul!
Zu dritt sind wir wieder per Auto in die Stadt und hoch auf den Mount Victoria. Eine wunderschöne Aussicht von dort oben! Aber wir waren immer noch nicht ganz wach und einfach so faul, wir waren nicht so in Erkundungs- und Laufmodus, haha. Das passiert, wenn man ein Auto zur Verfügung hat. Shame on us! Daher sind wir relativ fix auch wieder runtergefahren, weiter zum berühmten Wellington-Zeichen, dass wie das weltbekannte Hollywood-Zeichen in den Bergen hängt. Zwar nicht so pompös und riesig, aber dennoch ganz schön cool. Eine Fotosession musste daher einfach eingelegt werden! 😌

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Nachdem wir wieder tausend Fotos auf der Kamera hatten sind wir mit der berühmten Cable Car von Wellington gefahren. War so jetzt eigentlich nichts besonderes. Wir sind einen Berg hochgefahren, etwas im Botanischen Garten spazieren gegangen, den wir erst gar nicht finden konnten (aber nur kurz, wir waren doch so faul…) und haben eine echt leckere heiße Schokolade genossen.
Dann ging es auch schon wieder Heim, denn wir wollten uns bei unseren Hosts bedanken, indem wir für sie was kochen. Auf der Speisekarte stand Salat mit leckerem Dressing und Sonnenblumenkernen zur Vorspeise, Hähnchen in Paprikacremesoße und Semmelknödel  (❤️❤️❤️) zum Hauptgang und ein leckeres Himbeerjoghurtdessert zum Nachtisch. Das war super lecker und hat unseren Gastgebern auch sehr gut gefallen!  😎

Am letzten Tag, Montag, haben wir uns schon eher aus dem Bett schleppen können. Diesmal hatten wir aber auch einen Grund dafür: Sachen packen und ab ins Te Papa Museum, ein riesengroßes Gebäude, voll mit Ausstellungen über Maori, dem Weltkrieg, Neuseelands Natur und vieles mehr. Wirklich riesig, dieses Museum!
Unsere Hosts haben uns total lieb zum Museum gebracht und wollten uns dann auch zum Flughafen fahren, richtig lieb! Also spurteten wir uns Museum und genossen ca. 2 bis 3 Stunden einen wahnsinnigen Informationswall bis wir dann fast schon erschöpft aus dem Museum raus sind, um abschließend noch einen Kaffee gemeinsam zu trinken. Wir haben nichtmal ein Viertel des ganzes Museums besichtigt, und wir sind am Ende nur noch durchgerannt, weil es so viel auf einmal war. Das Museum ist wirklich klasse, es gibt so viel tolles zu sehen und auch zum ausprobieren (ich habe eine Erdbeben erlebt!), aber an einem Tag, das geht gar nicht. Aber ein Grund zurück zu kommen!  😎

Dann ging es leider auch schon wieder Heim nach Auckland. Die Hosts brachten uns zum Flughafen, wir schütteten unseren Dank aus und verabschiedeten uns.
Unser Flug hatte leider Verspätung, was mich etwas in Schwierigkeiten brachte. Denn es fährt nicht immer ein Bus hoch zu mir… Zum Glück hat uns Charlies Gastmutter wieder abgeholt und sie konnte mich noch rechtzeitig beim Bus absetzen. Puh! Die Nacht am Flughafen zu verbringen wäre nicht gerade ein schöner Abschluss gewesen, haha.

Wellington hat mir wirklich unglaublich gut gefallen und den anderen Mädels auch! Vielleicht hatten wir wirklich Glück und haben den Normalzustand des Wetters in Wellington nicht erlebt. Aber auch an sich von der Stadtstruktur und der Atmosphäre war ich sehr begeistert! 🙂 Ich komme wieder (und gebe hoffentlich nicht zu viel Geld aus)!

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Viola

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Irgendwo im Nirgendwo 🌳🚌🌲🌳🌊

Kia Ora, ihr Lieben!

Die unentbehrlichste Seite im Netz für Sparfüchse in Neuseeland ist wohl GrabOne. Auf GrabOne gibst du den Ort bzw. die Umgebung ein in der du lebst und schon kriegst du einmalige Angebote und Gutscheine für alles mögliche vorgelegt. Meinen ersten richtig guten GrabOne-Deal hab ich mir schon direkt am Anfang geholt: 10 Dollar bezahlen, aber für 20 Dollar bei einer deutschen Bäckerei einkaufen. NEHMSCH‘, wie man auf gut sächsisch sagt! 😎
Den nächsten Deal hab ich mir zusammen mit den Mädels geschnappt. Und zwar haben wir zum halben Preis eine Kayaktour auf einem Fluss mit Glühwürmchen gebucht. Juhu! 😀

Also, am Wochenende vom 27. bis 29.5. beschlossen Jana, Charlie, Annika und ich uns auf den Weg nach Raglan und Cambridge zu machen.
Zwei Nächte in einem fetzigen Wohnwagen mitten im Nirgendwo über AirBnB wurde gebucht, Versorgung wurde eingekauft, Auto wurde gepackt und ab ging’s zuerst nach Raglan. 🚙

Wir fuhren und fuhren auf dem Highway bis es wie gewohnt auf eine Landstraße ging und dann auf einen Schotterweg. Nichts ungewöhnliches in Neuseeland, manche „Highways“ sind einfach nur Staubstraßen… Aber irgendwie hörte es nicht auf und uns wurde etwas mulmig. Vor allem so 22 Uhr Abends… 😕
„Sie haben Ihr Ziel erreicht“, plärrte plötzlich das Navi und wir kamen zum stehen. Nichts weit und breit. Keine Einfahrt, keine Abbiegungsmglichkeiten, einfach nur eine Straße weiter in die Dunkelheit. Urgh! 😳 Die Beschreibung bei AirBnB besagte, dass es eine sehr steile Einfahrt ist, die deutlich sichtbar sei. Oh, ok, also dann zurück und einfach Mal die nächste Einfahrt ausprobieren. Und Tatsache, die kleine, feine Hausnummer war bei dreifachem Hinschauen sichtbar und die Einfahrt sah steil genug aus, sodass es die richtig sein muss.
Steil ist hier aber gar kein Ausdruck! Diese Einfahrt ist mörderisch! Boah, ich hab noch nie sowas steiles erlebt! Wie sollen wir da wieder hochkommen?! Egal, erstmal ging es darum anzukommen!

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Auf dem Weg nach oben, leider sieht man null, wie steil das wirklich war!

Wir fuhren den steilen, langen Weg hinunter und kamen zu einer Kreuzung. Die Straße rechts führte in den Wald und Geradeaus ging es nur weiter steil nach unten. Ganz unsicher fuhren wir weiter den Weg nach unten und konnten sogar unseren Wohnwagen entdecken, aber kein „zentrales Haus“, in dem unsere Hosts wirklich wohnen und das unsere Quelle für Wasser und Co. sein sollte. Sie Straße ging zwar weiter nach unten, aber das sah alles so rutschig und unbebaut aus, deswegen fuhren wir wieder hinauf zur Kreuzung, bzw. hatten wir das vor. Denn wir sind stecken geblieben! Tsss, aber alles ist machbar! Ich hüpfte aus dem Auto und mit etwas Gas und ein paar Judoarmen (😇) ließ sich das Auto wieder anschieben! Puh! (Seitdem bin ich der Hulk, laut meiner Freunde) 😆
Wir parkten das Auto und wagten uns panisch und ängstlich mit der Handytaschenlampe wenige Meter in den dunklen Wald rein. „Ich will nicht außen laufen, darf ich zwischen euch“, „Nein Man, ich bin jetzt in der Mitte!!“, „Aaaah, da ist so gruselig!“, *Quietsch*, *Kreisch* und so weiter. Jaja, wir waren schon kleine Angsthasen. Aber es ist wirklich ganz schön gruselig, so auf der Suche nach deiner Unterkunft spät Abends, mitten im Nirgendwo, ohne Empfang, kein Haus weit und breit und mitten in einem dunklen Wald. 😳😳😳

Wir checkten nochmal alle Anweisungen in unserer Email und versuchten uns an die ganzen Kommentare und Erfahrungsberichte zu erinnern (die alle zu hundert Prozent positiv waren…)., um uns etwas zu motivieren und uns dem Axtjäger irgendwo da im Wald nicht sofort auszuliefern. 😀 😝
Zurück im sicheren Auto fuhren wir erneut runter zum Wohnwagen und dann noch ein Stück weiter und yes!, um die Ecke war das Haus der Hosts. Da fiel uns allen ein Stein vom Herzen! Hätte uns mal früher einfallen sollen einfach da runter zu fahren!
Endlich irgendwas, was uns irgendwie ein bisschen sicherer fühlen lässt und uns der Zivilisation näher bringt! Aber…. alle Lichter waren aus. 😟 Keiner da, dabei sollten und wollten uns die Hosts begrüßen!? Oh man, geht gar nicht! Egal, sowieso schon alle durch den Wind liefen wir fix mit Gepäck einfach mal zum Wohnwagen hoch, öffneten die, Gott sei Dank nicht abgeschlossene, Tür und richteten uns ein.
So runtergekommen es von außen aussah, desto schöner war es von innen! Ein gemütliches kleines Wohnzimmer, mit Küche, Bad, Dusche und Schlafzimmer. Privatsphäre war weniger gegönnt, denn die Dusche war direkt gegenüber von zwei Kinderbetten, die Toilette konnte man nur mit offener Tür verwenden und das Erwachsenenschlafzimmer war nicht wirklich ein zweiter Raum, aber an sich war es ein super süßes, niedliches „Versteck“, kann man schon fast sagen! Die Bilder sprechen für sich! ❤️

Am nächsten Morgen konnten wir dann auch unsere Lage genauer abchecken und wir waren hin und weg. Ausblick aufs Meer, mitten im Nirgendwo auf einem Feld, zwischen Bergen und Bäumen. Nur das Laute Geräusch vom Meer und der Wind, wie er durch die Bäume rauscht. So schön! Noch dazu keinen Empfang, kein Wifi und kein warm laufendes Wasser. Wirklich mal ein Wochenende komplett abgeschottet und ganz für sich und relaxed!
Okay, wir sind in die Stadt gefahren, haben Sightseeing gemacht und co., aber so gesehen mal wirklich eine Unterkunft im Nichts und nur für uns alleine.

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Unsere kleine Bude auf Rädern! 🙂

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Der Ausblick – wahnsinn!

DSC02853.jpgAm Morgen gab es dann erstmal leckeren, frische Buttermilk Pancakes nach Rezept meiner Mutter (endlich!) und leckeren kleine Brötchen. Dann machten wir uns auch schon auf in die Stadt Raglan. Eigentlich wollten wir gerne Surfen gehen, aber so kurz vor dem neuseeländischen Winter war das sowieso gestrichen…
Auf dem Weg dahin, die steile Einfahrt hinauf, haben wir schließlich die kleine süße Familie von Drei getroffen, denen das Grundstück gehört und die in dem großen Haus am Ende des Weges wohnt. Total nette Leute! Sie waren am Abend zuvor spontan ausgegangen und sind bei den Freunden über Nacht geblieben. Trotzdem hätten sie Bescheid sagen können, aber sie waren so freundlich und hilfsbereit, da war das dann auch wieder vergessen! 😡😁

Raglan ist so eine richtige kleine Hipsterstadt. Bekannt ist es dabei für atemberaubende Strände und roughes, aufregendes Surfen und genau darauf ist die Stadt auch aufgebaut. Irgendwie war alles so richtig typisch im Surferstyle. Stylische Hintergassen und -höfe, wunderschön dekoriert, viel Kunst überall, Palmen wohin das Auge reicht und einfach tolle, relaxte Leute.
Im Grunde haben wir nur etwas die Stadt besichtigt, einen Wasserfall besichtigt (die Bridal Veil Falls, ziemlich cool, aber mittlerweile haben wir die Chaussee voll von Wasserfällen) und waren Einkaufen. Dann sind wir auch schon wieder zurück zu unserem tollen Wohnwagen gefahren und haben angefangen zu kochen und dabei das „Irgendwo-im-Nirgendwo“-Flair mit vieeeeeeeel Bier genossen. Ein schöner Abend!

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Ich war doch surfen! Aber ok, so surft man nicht! 😄

Am nächsten Morgen, Sonntag, versuchten wir etwas eher aus dem Bett zu hüpfen und den Tag zu starten. Denn geplant waren ein Horsetrek und die Kayaktour mit Glühwürmchen.
Wir verabschiedeten uns von unseren Hosts und von dem coolen Wohnwagen und machten uns auf den Weg Richtung Cambridge. Nach langem Hin und Her stellte sich jedoch heraus, dass wir leider keine Pferde an dem Tag Reiten konnten. Deswegen sind wir direkt weiter zu den Kayaks gefahren. Ahhhh, waren wir aufgeregt!

Es schüttete die ganze Zeit und war dachten schon, dass wir frierend und ganz nass in den Kayaks sitzen dürfen. Doch wir hatten Glück: Genau die Zeit, in der wir im Kayak saßen, war kein Regen weit und breit. Die Sekunde, die wir wieder im Auto saßen fing es an zu schütten. Yeah! So macht man das! 👍🏼😅
Die Tour war wirklich schön! Wir fuhren zwischen zwei Felswänden auf einem Fluss und wir unheimlich konnten viele Glühwürmchen sehen, die sich an den Wänden festklammerten. Wahnsinn, wie toll das aussah! Für mich leuchteten die Insekten grün, während für andere sie türkis, blau und für einen sogar rot erschienen. Witzig, oder?
Es gab eine Pause mit Wein, Crackern, Käse und Marshmallows und danach konnten wir noch ein weiteres Mal die Glühwürmchen bewundern. Leider war die Tour viel zu schnell wieder vorbei und wir mussten uns auf den Weg nach Hause machen. Denn es war ja Sonntag und am nächsten Tag musste man wieder zur Arbeit….😬

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Viola