// zum westlichsten Punkt und wieder zurück – lisboa #4 und #5

Hallo Welt!

Der Samstag startete mit einer Bahnfahrt zum NationalmuseumMuseu Nacional de Arte Antiga. Wir schlürften langsam durch die Gänge voll mit Malerei, antikem Schmuck, historischem Keramikgeschirr und vielem mehr. Richtig begeistert waren mein Großvater und ich von einem surrealistischen Bild von Bosch. Das hat uns stark an Dalí erinnert und der ist einfach mal cool. 😁
Im Garten mit einem relativ schönen Ausblick auf den Hafen gönnten wir uns mit meiner Großmutter, die dort auf uns wartete, mal wieder ein leckeres Puddingtörtchen (wie ich sie gerne nenne)!

Sintra

Weiter ging es dann endlich nach Sintra!!! Ich habe schon vieles positives und viel Schwärmerei von diesem Ort gehört. Und das war auch gerechtfertigt. Da waren, obwohl wir nur an einer Stelle vor einem bzw. dann in einem Schloss in Sintra waren, so viele schöne Schlösser und so eine unglaubliche Landschaft zu sehen. Total schön!
Wie gesagt sind wir in ein Schloss (natürlich das, welches vom Tourismus überlaufen ist) und haben es von innen besichtigt, Das war schon Wahnsinn, alles war so verwinkelt und es gab so viele Räume! Wie haben die das früher alles nutzen können? Und das musste doch auch wirklich soooo teuer sein! 😳

Sintra Innen

– prunkvoll verziert, die Decke ist voll mit Schwänen –

Im Nachhinein wären wir aber schon gerne auch dort durch die Landschaft gewandert und die restlichen Schlösser von außen betrachtet, denn vor allem dafür ist Sintra bekannt. Leider ging es nach dieser Schlossbesichtigung wieder zum Bus.

Cabo da Roca

– am westlichsten Punkt! –

Wir fuhren mit dem Bus durch verschiedene Städte, wie zum Beispiel Cascais, eine schöne Küstenstadt am Atlantik mit so vielen Stränden… Ich wäre gerne mal reingehopst! 😀
Während dieser Rundfahrt machten wir am Cabo da Roca halt, dem westlichsten Punkt Europas mit unglaublichen Blick auf den großen Atlantik.

Am Abend gingen wir zum Abschluss des Lisboa-Aufenthalts zusammen als Reisetruppe in einem Restaurant essen. Und ich sag euch, dieses Restaurant war einfach total edel ✨. Wir waren im Biermuseum, Museu de Cerveja. Es gab eine leckere Vorspeise mit Garnelen und dann entweder Rinderfilet oder Stockfisch, dazu reichlich Bier für jeden. Natürlich habe ich den Stockfisch, bzw. Bock-Fisch mit Stock-Bier (mein Versprecher an Tag #1 blieb in Erinnerung 😂), genommen. DAS WAR SOOO GUT! Ich konnte nach der Hälfte nicht mehr, aber ich hab es mir reingezwängt, weil es einfach so lecker war!
Als Dessert gab es Milchbrei und einen Obstsalat, aber da habe ich einfach nicht mehr geschafft…

Sonntag hatten wir nochmal den ganzen Tag für uns, also ohne Reisetruppe. 15:45 Uhr werden wir vom Bus zum Flughafen gefahren.
Daher haben meine Großeltern und ich uns ausgemacht, das wir mal etwas ausschlafen und erst um 9 Uhr statt den gewohnten 7:30 Uhr frühstücken. Also aufstehen um 8 Uhr für mich, Handywecker wurde gestellt.

Morgens wachte ich plötzlich auf und wollte auf mein Handy schauen, welches nicht richtig angesteckt war. Handy leer. Ich bekam Panik und packte meine Kamera aus und schoss ein Bild, um dort auf die Zeitangabe zu schauen. 10:12 Uhr!!!! 😱😱😱
Haben meine Großeltern an der Tür angeklopft und ich habe es nicht gemerkt? Sind sie jetzt schon in der Stadt und machen sich noch einen schönen Tag, während ich so dämlich verschlafen habe? Ihr wisst nicht wie mich das geärgert hat in diesem Moment! 😪
Ich hopste schnell unter die Dusche (das musste sein), machte mich notgedrungen fertig und BOOM, ich realisierte dann: meine Kamera ist auf deutsche Zeit eingestellt, in Portugal stellt man die Uhren eine Stunde zurück. Okay, puh. Trotzdem sprintete ich zum Frühstück, viel Zeit blieb nicht.

Nach der ganzen Panik und auch schon der Sorge meiner Großeltern, konnte ich doch noch entspannt frühstücken. 😄
Wir beschlossen zum Casa do Alentejo zu gehen, es liegt direkt um die Ecke und ist ein wunderschönes Kulturzentrum und ein wahrer Geheimtipp vom Reiseführer an meine Großmutter. Von außen ein bisschen abgewrackt, aber innen unglaublich verziert und hübsch.
Wir gingen dort auch direkt essen, die Speisen waren teilweise außergewöhnlich, aber lecker.

Ginjinha

Bevor wir zum Abschied nochmal zum Rossio in ein Café gingen, um das letzte Mal die Puddingtörtchen zu essen (sechs Stück, zwei für jeden, hehe 😅), tranken wir noch den traditionellen Ginjinha, ein Kirschlikör mit festen Kirschen drin. Baaaah, war nicht so mein Ding, aber mein Großvater fand es lecker.

Die letzten Postkarten wurden fertiggestellt und während meine Großeltern schon mal das Gepäck holen wollten, bin ich auf die Suche nach einem Briefkasten gegangen. Oh man. Das war eine Tour. „Sie müssen da hoch“, „Den nächsten Briefkasten finden Sie da unten“, „Sie müssen nach links“, „Nee, Sie müssen nach rechts!“. 😩
Letzten Endes habe ich es beim Hotelier abgegeben.

Und dann: auf zum Flughafen! Mal wieder ging es dort auf lange Wanderung, um unser Gate zu finden.
Der Flug war total schön, wir sind genau bei Sonnenuntergang geflogen mit traumhaftem Horizont. 😍

Flug Lis - Fra

In Frankfurt liefen wir kilometerweit zur Gepäckausgabe und dann wollten wir mit dem Zug (nochmals eine kilometerweite Wanderung dorthin) zum Frankfurter Hauptbahnhof. Dort in der Nähe lag unser Hotel für die Nacht, es fuhr kein Zug mehr zum Haus meiner Großeltern. Unser Zug, den wir im Visier hatten, hatte plötzlich 70 Minuten Verpätung! Gott sei Dank fuhr dann doch noch einer in 20 Minuten.

Endlich im Hotel fielen wir in die Betten. So viel Gelaufe, das nervt ganz schön. Mein Großvater fasste die Heimreise gut zusammen: „Zwei Stunden von Lissabon nach Frankfurt und dann nochmal zwei Stunden vom Flughafen zum Hotel.“. 😝
Jetzt sitze ich eben beim meinen Großeltern auf meinem Bett, vor zwei Tagen sind wir angekommen.

Lisboa war soooo schön! Vor allem war es schön warm… Kann man ja von Deutschland nicht behaupten!
Diese Stadt ist wirklich unglaublich künstlerisch und historisch, darüber haben wir auch unglaublich viel gelernt, manchmal vielleicht etwas zu viel. 😁
Ich werde auf jeden Fall nochmal dorthin reisen, die fünf Tage waren mir (bzw. uns!) nicht genug!

Liebstes Dankeschön nochmals an meine Großeltern! Der Trip mit euch zusammen war total lustig und wirklich toll! 😘

Jetzt kann Neuseeland kommen, hihi!

stay tuned-
viola

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// berg auf und berg ab – lisboa #3

Hallo Welt!

Hm, da gab es jetzt wohl doch eine größere Lücke in meinen Lissabonerzählungen. Sorry! 😣
Durch die vielen Besichtigungen und dazu das frühe Aufstehen ist man früher und erschöpfter als erwartet ins Bett gefallen. Meine Kraft reichte dazu nicht mehr zum Schreiben aus und das WLAN war ohnehin nicht gerade premium.. Gemütlich im Bett ging da nix’, ich musste immer in die Lobby runterschlürfen (wie schrecklich :D).

- Igreja do Carmo / Ruinen einer Kirche bei der Stadtbesichtigung -

– Igreja do Carmo / Ruinen einer Kirche bei der Stadtbesichtigung –

Freitag starteten wir alle gemeinsam einen langen Fußmarsch vom Rossio durch die Baixa und die berühmte Altstadt Alfama, zwei Stadtteile Lissabons. Dabei bestaunten wir wieder tausende schöne Azulejos, die überall in der Stadt zu betrachten sind. Dazu eine Vielzahl historische Bauwerke und Plätze, besonders Nennenswert den Elevador de Santa Justa. Dieser Aufzug wurde vom Schüler von Gustav Eiffel konstruiert und dient als wichtiges Verkehrsmittel zwischen Unter- und Oberstadt, Baixa und Bairro-Alto (wobei so viele Touristen täglich anstehen, dass die Lisboetas wohl eher die Treppe nehmen müssen…). Wir sind damit nicht gefahren, aber haben kurz einen Blick drauf geworfen. 👀

Die hügligen Stadtviertel durchquerend und dadurch etwas keuchend (so schlimm war es nicht, ich habe einen Hang zum dramatischen 😅) wanderten wir hinauf zum Castelo de Sao Jorge, vorbei an tollen Läden, in die ich gerne mal reingeschnuppert hätte (war aber vielleicht besser so, dass wir schnurstracks dran vorbei sind, sonst hätte ich mich voll beladen und ganz schön pleite da hoch kämpfen müssen). Von dort hatten wir einen unglaublichen Blick auf Lissabon und das sogar noch bei schönstem Wetter, wirklich atemberaubend!

Castelo de SaoJorges

Nachdem wir wieder am Hotel angekommen waren, hatten wir dann Zeit für uns bzw., so würde ich es ja nennen, Zeit zum SHOPPING!

Meine Großeltern und ich versuchten in dieser Zeit einen der tollen kleinen Läden der Stadttour wiederzufinden und fuhren so mit der Metro in das für uns richtige Stadtviertel, Baixa-Chiado. Hm, wir haben dann zugeben müssen, dass keiner von uns so wirklich die Ahnung hatte wo diese Läden jetzt genau waren… Die Gassen sind so verstrickt und so verwinkelt! Ich, für meinen Teil, konnte an dem Punkt nicht mal mittels Gedächtnis den genauen Weg, den wir gegangen sind, rekonstruieren!! Ich war schockiert! 😀

Wahlkampf Naja, stattdessen sind wir mitten in einen Wahlkampf mit Politikern samt Fernsehteam geraten. Hunderte Menschen versammelten sich da direkt an der Metrostation und haben Flaggen der sozialistischen Partei geschwenkt. Da ging es ganz schön laut, emotionsgeladen und teilweise ziemlich harsch zu. 😳

Wir zogen uns da lieber zurück. Meine Großeltern steuerten Richtung Hotel für eine kleine Siesta, wohingegen ich auf eigene Faust zum Rossio wanderte, um endlich ein paar Mitbringsel zu kaufen. Etliche Restaurantbedienungen, die einen anquatschten, ob man nicht was essen will, und mehrere Geschäfte später konnte ich zufrieden mit vollen Taschen zum Hotel zurückspringen. 😁

Abends sind wir als gesamte Reisetruppe mit einer carros eléctricos, der Straßenbahn Lissabons, die steile Nebenstraße vom Hotel hochgefahren. Wirklich niedlich, diese kleinen Trams! Durch die engen Gassen von Bairro-Alto liefen wir zum Restaurant Tipico-Fados-Folclore mit traditionellem Fado. 🎶

- Fado-Azulejos -

– Fado-Azulejos –

Fado ist ein portugiesischer Musikstil und bedeutet übersetzt „Schicksal“. Es ist eine sehr melancholische Musik, die von den alltäglichen Dingen in tiefgründiger, koketter oder sentimentaler Weise erzählt: Schmerz, Liebe, Sehnsucht, Verrat, Leidenschaft und mehr. Noch nennenswert: Der portugiesische Gesang wird dabei melodisch von einer zwölfseitigen Gitarre (guitarra portuguesa) und rhythmisch von einer Gitarre, auf Portugiesisch viola, unterstützt. Witzig oder? 😄
Aber bevor ich hier einen halben Artikel über Fado schreibe, kann sich hier gerne beim starkem Interesse nochmal genauer informieren!

Das Essen war gar nicht schlecht und die Fado-Musik (bzw. die anderen Auftritte, es gab auch noch einen portugiesische Volkstanz, der war cool!) war zum Teil auch schön mal mit anzuhören, aber die sprachliche Barriere in dieser Hinsicht hat dieses „magische“, welches gepriesen wird, nicht ganz entfachen können… Zum Anderen stellte sich dieses Lokal auch wirklich als Touristenfalle, so könnte man fast sagen, heraus. Das war natürlich schon denkbar, aber man erwartete dennoch irgendwie portugiesischen Flair, zumal sich unser Reiseführer ja eigentlich auch sehr gut auskennt.

An sich jedoch wirklich einen Abend wert, das mal mit zu erleben! Und es war auch wirklich ein sehr erlebnisreicher und allemal anstrengender Tag bei schönstem Wetter, da gibt es eigentlich nichts zu meckern. 😝

Am Tag darauf ging es nach Sintra, einer Stadt, die für ihre prunkvollen Schlösser der Königsfamilie bekannt ist. Dazu morgen meeeeeeehr! 💥

stay tuned-
—viola

PS: Ich habe bei den vorherigen Artikeln die Fotos von der Kamera endlich eingefügt. Ab heute bin ich ja wieder am Laptop! ☀️

// zwischen Selfiesticks und dem Tejo – lisboa #2

Hallo Welt!

Der zweite Tag in Lisboa startete mit einem großzügigen Frühstücksbüffet, genauso wie ich es mag, hehe. 😄
Pünktlich ging es dann gemeinsam zum Reisebus, der unser Chauffeur für diesen Tag sein sollte. 👍🏻

Zentrale Station war Belem, ein berühmter Stadtteil von Lissabon. Wir besichtigten viel vom Reisebus aus, stiegen aber an schönen Aussichtspunkten und riesigen Denkmälern aus. Wirklich schön war dabei ein längerer Spaziergang am Tejo, ein breiter Fluss direkt an Lissabon angrenzend, bei dem wir mehreren gigantischen Bauwerken Lissabons direkt gegenüberstanden mit sehr motivierten Straßenverkäufern und ihre Selfiesticks im Nacken. Immerhin hat einer sein Angebot singend unterbreitet! 😂

DSC_0575 Eines von den Wahnsinnsbauten war Padrão dos Descobrimentos, das „Denkmal der Entdeckungen“, als auch Torre de Belém („Turm von Belém), welches das Wahrzeichen der weißen Stadt darstellt. Dazu ist es sogar UNESCO-Weltkulturerbe!

Unser Reiseführer, stolzer Portugiese, erklärte uns eifrig die reihenweise Entdeckungen Portugals. Mein Opa und ich führten diese „guten alten Zeiten der Entdeckungen“ (Zitat Reiseführer) weiter und gingen nach dem Besuch im Hieronymus-Kloster, welches GIGANTISCH ist (das nenne ich wahre Baukunst – fast genauso gut wie die Sagrada Familia in Barcelona!😳) und einer kleinen Stärkung durch die leckeren Törtchen – wahres Hüftgold 😪 – in das „Entdeckermuseum“ Museu da Marinha.

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Anschließend fuhren wir zu einem wunderschönen Schloss mit einem traumhaften Garten, der Name ist leider entfallen… Es gehört noch bis heute der königlichen Familie und ist von dieser auch in Benutzung. Sofern keine Touristen herum schleichen :-D. Das ganze Schloss war von vielen stilistischen Einflüssen geprägt und verziert, zum einen dominierten die typisch portugiesischen Azulejos (künstlerische Kacheln, oder wie wir sagen würde: Fliesen), aber auch moderner Stuck fand hier ihren Platz. Dazu noch historische Begebenheiten und religiöse Ideale, einfach wunderschön. 😍😍😍

Version 2

Dann ging es auch schon wieder zum Hotel und wir hatten freie Zeit. Erstmal Siesta! So viel Infos und so viel Eindrücke, da kriegt man schnell mal Kopfschmerzen.  😦

Wir setzten uns am Abend in ein leckeres Restaurant am Rossio und saßen bis spät in die Nacht mit einem weiteren Ehepaar unserer Truppe und unterhielten uns über vielseitige Themen (besonders über den Wasserbau, da der Herr Professor in diesem Bereich gewesen ist. Versteht mich nicht falsch, es war spannend! Noch hatte er den Bogen nicht überspannt, hehe). 😀
Nebenan fand eine Erstsemester Einweihung der Pharmaziestudenten statt, die wir kurz verfolgten! Menschen schrieen und sangen, wir dachten es wäre eine politische Versammlung aufgrund der Wahlen. Dazu beim nächsten Mal was 👀!

Nachdem ich das hier geschrieben habe bin ich erschöpft ins Bett gefallen, Tag #3 ging abenteuerlich rauf und runter.
Jetzt geht’s zum Frühstück und Tag #4 kann starten. 🙂

stay tuned-
viola

// readysetLISBOA ❤️

Hallo Welt!

Herzlichste Grüße aus lisboa! Jaaaa, ich habe noch alles in der Nacht fertig packen können, hehe. 😎
Gestern sind wir, meine Großeltern und ich, in der berühmten „weißen Stadt“ gelandet. Aufgrund einiger Probleme, unter anderem mit dem richtigen WLAN-Netz mit Passwort des Hotels zu finden, kommt jetzt alles ein bisschen verschoben an.

An sich total egal, es gibt viel zu erzählen!
😍
Mit unserem Rail and Fly Ticket der 1. Klasse (!!! mein erstes Mal in dieser Abteilung, war gar nicht schlecht 😏 lediglich diverse ignorante Leute haben gestört) düsten wir nach Frankfurt am Main. Da meine Fahrt zu meinen Großeltern am noch vorherigen Tag mit Verspätung und technischen Störungen in die Länge gezogen wurde, kamen wir nach ein bis zwei Stunden Fahrt ungefähr dreieinhalb Stunden vor der Boarding-Zeit am Frankfurter Flughafen an. Natürlich war der noch frühere Zug sehr, sehr pünktlich. Aber naja, sicher ist sicher! 😁
Mit den von der deutschen Bahn großzügig gespendeten Gummibärchen in der Tasche wanderten wir dann schließlich durch den Flughafen und suchten uns ein leckeres Café, um endlich zu frühstücken (ich habe natürlich schon zu Hause ein kleines Mahl zu mir genommen, das hätte ich niemals ausgehalten!). 👀
Mehrere Stunden, diverse Toilettengänge und eine meilenweite Wanderung später, kamen wir schließlich an unserem Gate an. Unglücklicherweise waren alle Sitzplätze während der Wartezeit, die sich um eine Dreiviertel Stunde verlängerte, vergeben, was für meine Großeltern (besonders meiner Oma aufgrund ihres Gelenkes) etwas blöd war. Aberrrrr wir, die schlauen und vorausschauenden Füchse, haben einen leichten und faltbaren Campingstuhl mitgenommen, welcher in 3 Sekunden aufgebaut war. Da haben alle geguckt! 🐺😄

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Der Flug war sehr entspannt, es gab sogar unerwartet ein sehr leckeres, größeres Mittagessen mit Reis, Fleisch und Soße dazu ein Brötchen mit Butter sowie ein Dessert in Form von geschnittenen Apfelstücken. Wirklich lecker! Meine Oma wurde beim Austeilen erstmal übersehen, sie konnte sich aber noch schnell eine Portion ergattern. 😀

Angekommen schlug uns die warme Luft entgegen, herrlich!
Wir legten erstmal gefühlt einen Tagesmarsch hin, um in diesem riesigen und luxuriösen (Burberry, MontBlanc, Longchamp… 😳 überall!) Lissabonner Flughafen unser Gepäck zu finden. Dann ging es auch schon direkt mit den restlichen Studiosus-Reisenden im  Bus auf zum Hotel.
Wir haben ein Hotel („Suisso Atlântiquo Turim“) mit einer unglaublich guten Lage, wir sind nur wenige hunderte Meter vom berühmten Rossio (ein riesiger Platz) entfernt. Und auch das Hotel an sich: es ist, so finde ich sehr edel und hochwertig. Mein Einzelzimmer hat einen hübschen Ausblick direkt auf die steile Straße nebenan mit der nostalgischen, niedlichen Lissabon-typischen Tram, während meine Großeltern weniger Glück hatten. Sie haben ein Zimmer mit Ausblick auf eine Betonwand ergattern können… Yay. Dennoch sind wir alle zufrieden. 😊

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Der erstmalige Treff inklusive Wein und Snacks mit den Studiosus-Menschen und dem Reiseleiter wurde auf halb 8 angesetzt. Daher beschlossen mein Opa und ich uns in Lissabon nahe des Hotels umzuschauen. So setzten wir uns in ein Restaurant und schlürften gemütlich an unserem ersten SUPERBOCK-Bier (nicht Stock-Bier, wie ich anfangs verstanden hatte, haha). 😄

Anschließend ging es, überraschend eine halbe Stunde eher als angesagt und dadurch stressiger als gedacht, in eine anderes Hotel zum Kennenlernen der ganzen Reisegruppe. Dabei erfuhren wir jeweils den Beweggrund der anderen nach Lissabon zu reisen. Erstaunlich was die Leute alles in eine bestimmte Stadt zieht: durch Erzählungen, via Bilderausstellungen, als Geschenk usw.

Nachdem alles geklärt war und der darauffolgenden Tag geplant war, ging es, wieder jeder auf sich gestellt, in ein leckeres Restaurant um etwas zu essen. Relativ spontan setzten wir uns so in ein Straßenrestaurant, welches irgendwie einen lockeren und portugiesischen Flair hatte (nicht so wie diese zwanghaften touristischen Restaurants!). Sofort stellte man uns Brot mit sonstigen Beilagen auf den Tisch! 😳 Unsere Devise: nichts essen bzw. anfassen, denn sonst zahlt man! Nur den Käse mussten wir einfach probieren…😁
Unsere Bedienung war total nett und sehr lustig, er gab uns sogar Unterricht in Portugiesisch („I am your teacher“, sagte er, haha 😅) und nannte uns wichtige Lissabonner Sehenswürdigkeiten. Er war so Feuer und Flamme für seine Heimat, er zeigte uns Bilder auf seinem Handy und gab mir sogar das WLAN-Passwort des Restaurants, damit ich auch selber direkt nach den Highlights suchen konnte. 😄😄😄
Am Ende spendierte er uns sogar ein kleines Pudding-Törtchen, eine ultimative und super leckere kulinarische Attraktion. Ein wirkliches MUSS, wenn man dort ist   (Mit Zucker und Zimt)!

Anschließend liefen wir bei wunderschönen freien Abendhimmel zurück zum Hotel, genossen den Rossio bei Abendlicht und dann fielen wir auch schon in die Betten. So eine Zugfahrt, einen Flug und eine direkt folgende (kleine) Sightseeingtour ist anstrengender als man denkt…

Schon am ersten Tag haben wir so unglaublich viele Eindrücke gesammelt, daher entschuldigt den langen Text! Schreibfehler und grammatikalische Ungereimheiten sind mir hoffentlich auch verziehen… Beim Tippen mit dem Handy sind meine Finger meist schneller als meine Augen und mein Brain. 😢

Lasst es euch gut gehen! Ich und meine Großeltern werden das auf jeden Fall! 😍

stay tuned-
—viola